HBW dominiert nach der Pause

Handball: Souveräne Schwaben beim S-Cup

HBW dominiert nach der Pause

Altensteig, 04.08.2012 von Marcus Arndt

Anzeige
Erfolgreich ist der Balinger Handball-Bundesligist gestern Abend beim S-Cup in Altensteig gestartet. Gegen Otmar St. Gallen setzte sich der HBW mit 23:17 (11:8) durch. Heute geht es um den Gruppensieg.

Im Auftaktspiel gegen den Schweizer A-Ligisten aus St. Gallen taten sich die Schwaben in den ersten Minuten schwer – lagen mit 3:4 nach einem Rückraumkracher des starken Tschechen Jakub Szymanski zurück, der aus zehn Metern das Spielgerät in die Maschen wuchtete. In der Folgezeit steigerte sich der HBW, führte nach einem Doppelpack von Austria-Bomber Roland Schlinger mit 7:5 (12. Minute).

Doch die Eidgenossen blieben dran. Spielertrainer Jan Filip ließ von Rechtsaußen HBW-Keeper Matthias Puhle keine Abwehrchance. Zum Ende der ersten Spielhälfte – in der Gruppenphase wird beim S-Cup im Schwarzwald traditionell nur zweimal 20 Minuten gespielt – setzte sich der Bundesligist erstmals deutlich ab. Benjamin Herth und Frank Ettwein erhöhten auf 10:6 (16.). Auf der Gegenseite taten sich die Schweizer sehr schwer gegen die ebenso kompakte wie kompromisslose Defensivabteilung der Deutschen. Überragend in dieser Phase: Puhle, der sich drei Würfe in Folge fischte. Als Verdan Banic dann noch für zwei Minuten auf die Strafbank musste, schraubte Kai Häfner das Ergebnis weiter in die Höhe (11:6/ 18.). Bitter für Dr. Rolf Brack: Sein Team ließ in den letzten 90 Sekunden drei Chancen liegen – und St. Gallen kam wieder auf 8:11 heran. „Das war schon ärgerlich“, haderte der Balinger Kommandogeber, „St. Gallen macht zwei Tore in Unterzahl – und wir nutzten unsere Möglichkeiten nicht.“

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Mannschaft des tschechischen Ex-Nationalspielers dran. Szymanski verkürzte auf 9:11, ehe Fabian Gutbrod aus dem Rückraum den alten Drei-Tore-Abstand wieder herstellte. Zunächst blieb es ein Duell auf Augenhöhe – mit leichten Vorteilen für die Schwaben, welche durch Florian Billek und Felix König wieder mit fünf Treffern davonzogen (14:9/ 23.). Doch die Eidgenossen hielten konsequent dagegen, suchten die Lücken in der schwäbischen Abwehr und fanden diese en gros vom Kreis. Der Bundesligist gab sich aber keine Blöße, erhöhte trotz der hohen Trainingsbelastung in den vergangenen Tagen noch einmal die Schlagzahl – und setzte sich nach 26 Minuten erstmals mit sechs Toren ab. War das die Vorentscheidung? „Ja“, bilanzierte Brack, der nach der Pause kräftig auf der Platte rotieren ließ. Auf die Neuzugänge Christoph Theuerkauf (Knöchelverletzung) und Christoph Foth (Magen-Darm-Grippe) verzichtete der Sportwissenschaftler ganz. „Damit hatten wir mit Sascha Ilitsch nur noch einen Kreisläufer“, erklärte Brack, „doch es macht keinen Sinn, Theuerkauf mit Schmerzen spielen zu lassen.“

Heute ist der HBW in der Gruppenphase zunächst gegen den Baden-Württemberg-Oberligisten SG Pforzheim/Eutingen (16 Uhr, Justus-Perels-Halle) gefordert, ehe es um 20.30 Uhr zum finalen Duell um den Gruppensieg gegen den schwäbischen Rivalen Frisch Auf Göppingen kommt (20.30 Uhr, Eichwaldhalle). Der Altmeister setzte sich gestern Abend gegen die Spielgemeinschaft aus der Goldstadt mit 25:15 deutlich durch. In Gruppe eins gewann die MT Melsungen ihr Auftaktspiel gegen den Gastgeber Altensteig mit 22:12, der Schweizer Serienmeister Kadetten Schaffhausen trennte sich vom TV Neuhausen/Erms mit einem 18:18-Unentschieden.

Optionen

Bilder (1)

Schlagworte

Mehr zum Thema

Anzeige

Der ZAK bei Facebook