Auf Schatzsuche im Schlichemtal

Mit GPS-Geräten ans Ziel: Touristikgemeinschaft legt sieben Geocaching-Touren an

Auf Schatzsuche im Schlichemtal

Schömberg, 04.08.2012 von Hannes Mohr

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Es ist die moderne Form der Schnitzeljagd: Geocaching. Dieser Freizeitbeschäftigung, bei der mittels eines GPS-Gerätes Schätze gesucht werden, kann man jetzt auch im Oberen Schlichemtal nachgehen.

Das Obere Schlichemtal wird zum Eldorado für Geocacher. Sieben neue Touren bewirbt derzeit die Touristikgemeinschaft Oberes Schlichemtal. Die Idee zu dem Projekt hatten vor zwei Jahren die Touristikgemeinschaft und der Gemeindeverwaltungsverband (GVV). Federführend war Heinz Koch, er hatte das Projekt maßgeblich vorangetrieben.

Mit ins Boot holten die Planer auch die Schömberger Schulen. Schüler der siebten und neunten Klassenstufe kreierten unter der Leitung von Lehrer Gernot Beller zwei der sieben Routen. Die anderen fünf entstanden gemeinsam mit der Mediendesign-Agentur „Wolf“ aus Hechingen. Bei der Vermarktung der neuen Geocaching-Touren hilft unter anderem die Wirtschaftsfördergesellschaft Zollernalb (WFG). Martina Dehner von der WFG bestätigt: „In der Region gibt es so gut wie keine beworbenen Geocachtouren.“ Das Obere Schlichemtal zähle damit zu den Vorreitern in der Region. Das Projekt, das am Ende rund 7 000 Euro kostete, wurde durch den Naturpark Obere Donau gefördert.

„Wir haben darauf geachtet, dass für jeden etwas dabei ist“, sagt Hans Joachim Lippus, Geschäftsführer des GVV, im Gespräch mit unserer Zeitung. Ob zu Fuß oder mit dem Mountainbike, ob mit der Familie oder lieber flott und sportlich – die per GPS-Koordinaten gelenkten Wanderungen bieten eine große Vielfalt. „Uns war es wichtig, die Landschaft des Schlichemtals in die touristische Attraktion mit einzubeziehen“, meinte Lippus. Das sei ihnen gelungen. Alle Touren sind in einem Führer verzeichnet. Die kostenlose Broschüre wird es ab Montag in allen Gemeindeverwaltungen im Oberen Schlichemtal, in öffentlichen Gebäuden und bei der WFG Zollernalb geben.

Als Anreiz dient eine Stempelkarte. Jeder, der den Schatz findet, wird auch einen Stempel auffinden, den er auf die Broschüre drücken kann. Hat man alle sieben Stempel zusammen, bekommt man in einer Gaststätte im Oberen Schlichemtal ein Freigetränk.

Geocaching – Die Suche nach der Plastikdose

Bei Geocaching sucht man versteckte „Schätze“ mit Hilfe von geografischen Koordinaten. Diese werden mittels eines GPS-Empfängers, der durch Satellitensignale navigiert, zu Fuß oder mit dem Fahrrad aufgesucht. Oftmals gibt es mehrere Anlaufspunkte. An jedem Punkt findet man Rätsel, deren Lösung das nächste Ziel verraten.

Am Ziel wartet der „Schatz“, der sogenannte „Cache“ – meist eine wasserdichte Plastikdose. Drin ist ein Logbuch, in das sich alle glückliche Finder eintragen dürfen. Darin befinden sich auch kleine Gimmicks, die man mitnehmen darf, wenn ein anderes da gelassen wird. Auf Portalen im Internet werden Geocaching-Touren zum Nachlaufen angeboten

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