Kunsttripp der besonderen Art
Spannende Entdeckungsreise durch die Ateliers der Künstler aus Albstadt und Umgebung
Albstadt-Ebingen, 30.07.2012 von Ulrike Zimmermann
Kunst ist so vielfältig wie das Leben selbst – gerade auch in Albstadt. 35 Kunstschaffende aus Albstadt und Umgebung luden zum individuellen Schnuppertag ein – allein im eigenen Atelier oder mehrere Kunstschaffende in einem Arbeitsraum zusammen. Was sich dort den Augen der staunenden Gäste offenbarte, war ein Kunsttripp der ganz besonderen Art und an Vielfalt kaum zu überbieten.
Egal ob bei Wolfgang Wiebe in Pfeffingen, bei Manuela Ruf oder im Kunstwerkhaus in Ebingen, in Hossingen bei Michael Wendel oder bei Brigitte Wagner und Reinhard Wulf auf dem Michelfeld – hier und bei vielen anderen Künstlern schauten interessierte Ateliersbesucher vorbei. Allein im Atelier von Bruno Schlagenhauf gab es jede Menge zu entdecken. Neben den Arbeiten des Hausherrn selbst präsentierte sich das Musikprojekt „Kelpy“ mit seiner neuen CD „Tanz in den Tod“, Tanja Much verzauberte mit ihren Taschen-Kunstwerken und „Carmen“ betritt neue Wege und stellte ihr Buch „Nebelwelt – Alte und neue Feengeschichten“ mit eigenen Illustrationen vor.
Noch wenig bekannt in Albstadt ist „Anja eben“. Sie arbeitet mit Fineliner auf Papier. Das Ergebnis wird mit Wasser und Aquarellfarben bearbeitet und farbig kopiert. Die Arbeiten stammen aus dem „täglichen Wahnsinn des Lebens“ und bieten Raum für Interpretationen. Auffallend waren überall die lockere Atmosphäre und die anregenden Gespräche. Nicht umsonst heißt es: „Künstler sind ein Völkchen für sich“. Den Kopf immer voller Ideen, wollen sie sich auch ein Stück weit mit ihrer Kunst selbst verwirklichen. Nicht nur in Form von Malerei, Grafik, Zeichnungen und Skulpturen, immer mehr wird auch Mode zur Kunst. Beispielsweise im Atelier von Jutta Erb, die zusammen mit Susann Böhme aus Sigmaringen eigene Damenmode kreiert. Manche Vorlagen lieferte ihr fünfjähriger Sohn Jan-Paul, dessen Zeichnungen Jutta Erb im PC bearbeitete und dann die Stoffe mit den Drucken zusammen mit Susann Böhm zu außergewöhnlichen Kunstwerken aus reiner Baumwolle und Seidenstoffen zusammensetzt.
Künstler sind zufrieden, sehen aber Ausbaumöglichkeiten
Das Fazit: Bei der Party nach 17 Uhr im KunstWerkHaus konnten sich alle Beteiligten austauschen und ein erstes Fazit ziehen. Die teilnehmenden Künstler zeigten sich zum großen Teil zufrieden, auch wenn es nicht mehr ganz so viele Besucher wie im vergangenen Jahr waren. Einig ist man sich darüber, dass die Initiative Bruno Schlagenhaufs noch ausbaufähig ist, eventuell mit Werbung durch Plakate. Stattfinden, ist sich Schlagenhauf sicher, wird der „Tag des offenen Ateliers“ auf jeden Fall auch im Jahr 2013 wieder.
