Endstation für Gruol
WFV-Pokal: Nach dem Ausgleich bricht der SVG ein
Haigerloch, 30.07.2012
Als unterlegener Bezirkspokalfinalist durfte der SV Gruol dennoch im WFV-Pokal starten und empfing in der ersten Runde den SV Bad Buchau. Das Duell der beiden Bezirksligisten gestalteten beide Teams über weite Strecken ausgeglichen, wenngleich Bad Buchau in der Offensive deutlich entschlossener auftrat. „Aus der einen oder anderen Situation hätten wir mehr machen können“, meinte auch SVG-Coach Manuel Raisch nach dem Spiel.
Torwart Raisch war es, der die Führung der Gäste in der 15. Minute begünstigte. Einen Rückpass schlug der Goalie zu ungenau ins Zentrum. Dort krallte sich ein Buchauer den Ball, umkurvte seinen Abwehrspieler und traf aus zwölf Metern zum 0:1 ins Netz. „Der Treffer geht auf meine Kappe“, zeigte sich Raisch selbstkritisch, „den Ball muss ich besser klären.“ Gruol hielt auch nach dem Rückstand gut mit, tat sich gegen die Defensive der Gäste aber sichtlich schwer. In der 36. Minute fanden die Freihof-Kicker schließlich eine Lücke. Tobias Silberhorn passte zu Marius Pfister, der im Eins-gegen-Eins mit dem gegnerischen Torhüter die Nerven behielt und zum 1:1 einschob.
Im Anschluss an den Ausgleich machte sich ein Bruch im Spiel der Hausherren bemerkbar. „In den letzten Minuten vor der Pause sind wir konditionell etwas abgefallen und konnten den Gegner nicht mehr wie gewollt unter Druck setzen“, erkannte Raisch.
Die Halbzeitpause tat dem SVG gut. Mit frischem Elan bot Gruol den Gästen die Stirn, wenngleich Bad Buchau vor dem Tor eiskalt agierte. Nach etwas mehr als einer Stunde markierten die Kurstädter das 1:2, als nach einem Eckball die Zuordnung in der Hausherren-Defensive überhaupt nicht stimmte und ein SVB-Akteur unbedrängt zum Kopfball kam. „So etwas darf nicht passieren. Da müssen wir viel enger beim Mann sein. Das wird sofort bestraft“, ärgerte sich Raisch, der auf der Linie ohne Abwehrchance war.
Ähnlich erging es dem Goalie zu Beginn der Schlussviertelstunde. In der 75. Minute blieb Raisch in einer Eins-gegen-Eins-Situation mit dem gegnerischen Angreifer nur zweiter Sieger: 1:3. Die letzte nennenswerte Aktion der Partie sah das Publikum dann in der 88. Minute. Bad Buchau spielte einen Freistoß clever aus und passte von der Außenbahn scharf nach innen. Dort konnte die Hausherren-Defensive nicht klären, ganz im Gegenteil: das Leder rutschte über den Schlappen eines Gruoler Akteurs zum 1:4 in die Maschen.
„Man hat deutlich gesehen, dass wir im konditionellen Bereich noch einiges tun müssen. Die Kräfte haben am Ende nachgelassen“, resümierte Raisch. „Wir sind noch nicht dort, wo wir hin wollen.“ SMI
SV Gruol: Raisch; Hanslock, S. Flaiz, M. Flaiz, Lehre, Bahadir, Silberhorn, Gihr (75. Devrim), Schneider (46. M. Flaiz), Pfister, Dennis (80. P. Schumacher).
Tore: 0:1 (15.), 1:1 Pfister (36.), 1:2 (62.), 1:3 (75.), 1:4 (88.).
Zuschauer: 150.
Schiedsrichter: Michael Hetzel (Aldingen).
