Dotternhausen bewegt sich
Monique Adrian im Gespräch mit dem ZAK – Viele Projekte sind am Laufen
Dotternhausen, 25.07.2012 von Hannes Mohr
Im Ort läuft was: Erst vor neun Monaten wurde die neue Dorfmitte eingeweiht, im Moment wird der Knotenpunkt zwischen B 27 und L 442 entschärft und bald kommt noch das Fernwärmenetz. Allesamt große Herausforderungen für die hiesigen Kommunalpolitiker, die sich für die Projekte eingesetzt haben – allen voran das Gemeindeoberhaupt Monique Adrian.
„Der Umbau des Verkehrsknoten an der B 27 beim Gewerbegebiet 'Großer Acker' war eines der bestimmenden Themen meiner bislang acht Jahre andauernden Amtsperiode“, sagt Adrian im Gespräch mit unserer Zeitung. Damals, im Wahlkampfjahr 2004, seien bereits mögliche Lösungen für diesen Verkehrsknoten diskutiert worden. Nun endlich würden die Bagger rollen.
Ist die Fußgängerproblematik damit auch endlich geklärt? „Die Passanten, die zu den Lebensmittelmärkten ins Gebiet 'Großer Acker' möchten, kommen bald sicher über die B 27“, verspricht Adrian. Möglich mache es eine Kombination aus Fußgängerampeln und einer Verkehrsinsel, die im Zuge der jetzigen Bauarbeiten errichtet wird.
Die Idee, ein Nahwärmenetz in Dotternhausen einzurichten, wurde schon im Jahr 2009 mit einem Ingenieurswettbewerb angegangen. Heute steht das Netz kurz vor der Umsetzung (wir berichteten). Die Firma „Juwi“ liefert die Abwärme ihrer Holzpelletproduktion an die Haushalte in Dotternhausen. Was passiert aber, wenn die Maschinen bei „Juwi“ mal stillstehen sollten? „Die Gemeinde garantiert die Energie“, betont die Bürgermeisterin. Bei Engpässen könne man einen Ölofen hinzuschalten oder im schlimmsten Fall mit Hackschnitzel die benötigte Energie selbst herstellen. „Allein der jährliche Zuwachs in unserem Gemeindewald könnte die nötige Energie für den gesamten Ort liefern“, rechnet Adrian vor.
Ein anderes Großprojekt wird am Rande Dotternhausens umgesetzt: der Schiefererlebnispark in Dormettingen. Dennoch: „Die neue Attraktion wird natürlich positiv auf unsere Gemeinde abstrahlen“, sagt Adrian. Allgemein profitiere die gesamte Region von der Sache. „Tourismus ist ein Wirtschaftszweig, den man nicht unterschätzen darf“, meint die Bürgermeisterin.
Solider Haushalt: Dotternhausen ist finanziell gut aufgestellt
Rund acht Millionen Euro investierte Dotternhausen in den vergangenen acht Jahren. Dazu kamen 1,4 Millionen Euro an Zuschüssen.
Die Schulden wurden derweil knapp halbiert auf rund 600 000 Euro. Die Rücklagen sind zeitgleich auf insgesamt 1,1 Millionen gestiegen.
Zum Vergleich: Zu Beginn von Adrians Amtszeit stand die Schuldenmarke bei 1,1 Millionen Euro und die Rücklagen betrugen 600 000 Euro.
