Cleverness gefragt

Handball: HBW testet beim Marktplatzturnier

Cleverness gefragt

Balingen, 20.07.2012

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Für den Bundesligisten HBW Balingen-Weilstetten steht ein spannender Test an. Beim diesjährigen Handball-Marktplatzturnier in Esslingen sind neben den Schwaben noch drei weitere Erstligisten vertreten.

Seit der Wiederbelebung des Turniers 2007 hält der HBW Balingen-Weilstetten dem Turnier auf Esslingens Marktplatz die Treue. Und konnte im vergangenen Jahr den Turniersieg holen. Im Endspiel setzten sich die Schwaben damals mit 16:13 gegen den Überraschungsfinalisten Union Juri Leoben aus Österreich durch.

Der Gesamtsieg ist auch in diesem Jahr das Ziel der Schwaben. Sollte Dragan Tubic bis dahin zum Team gestoßen sein, fährt Trainer Dr. Rolf Brack mit 13 Feldspielern und zwei Torhütern nach Esslingen. Fast der gesamte Kader, nur einer fehlt: Mario Vuglac. Den Kroaten plagt noch immer die Schulter. „Mario wird aufgrund seiner Schulterverletzung weiterhin fehlen“, bedauert der HBW-Coach.

Insgesamt vier Erstligisten treten am Samstag in Esslingen an. „Das Teilnehmerfeld ist dieses Jahr stärker als in den vergangenen Jahren“, weiß auch Brack. Der bekannteste Anwärter auf den Reichstadtpokal dürfte ohne Zweifel der Traditionsklub VfL Gummersbach sein. Den sieht Brack auch als größten Konkurrenten für sein Team. „Gummersbach hat in der Rückrunde der Bundesligasaison ganz stark aufgeholt. Das gibt der Mannschaft sicherlich auch noch jetzt Rückenwind“, vermutet Brack und ergänzt: „Bei Gummersbach hat sich personell wenig getan. Aber wir haben in der vergangenen Saison zwei Mal gegen sie gewonnen, man könnte also sagen, dass uns der VfL ganz gut liegt. Es wäre auf jeden Fall ein spannendes Endspiel.“

Um ins Endspiel zu kommen, muss sich der HBW aber noch gegen weitere Konkurrenten durchsetzen. In den Gruppenspielen trifft die Mannschaft auf den slovakischen Erstligisten Tatran Presov, die Österreicher von A 1 Bregenz und den Bundesligaaufsteiger TV Neuhausen/Erms. Die Gruppe B bilden Gummersbach, der Zweitligist TV Bittenfeld, Aufsteiger TUSEM Essen und der letztjährige Finalgegner des HBW Union Juri Leoben. „Da wir gegen direkte Konkurrenten der kommenden Saison testen können, ist das Turnier natürlich interessanter denn je“, so Brack. Eins macht dem Sportwissenschaftler aber etwas Sorgen: „Die Spielzeit beträgt nur je zwei Mal 12,5 Minuten. Da dürfen wir uns keine Aussetzer erlauben. Die Mannschaft ist noch nicht so routiniert, das müssen wir durch Cleverness ausgleichen. So können wir knappe Spiele gewinnen und vielleicht sogar unseren Titel verteidigen.“

Die Erwartungen an den HBW sind hoch. Nicht nur bei den Fans und beim Veranstalter, sondern auch bei den Balingern selbst. „Für mich ist das schon eine ernsthafte Standortbestimmung“, misst Brack dem Esslinger Turnier große Bedeutung zu. Mitten aus der vollen Trainingsbelastung heraus, will der Sportprofessor sehen, wo seine Mannschaft steht.

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