Obernheimer müssen lange warten

Erst neun Jahre nach dem Kirchenbau kommt der Weihbischof zur Segnung – Jubiläum

Obernheimer müssen lange warten

Obernheim, 17.07.2012 von Volker Schweizer

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Die Weihe der Obernheimer St.-Afra-Kirche jährt sich zum 250. Mal. Gefeiert wird das Jubiläum am Sonntag, 9. September. Der Kirchengemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung den Termin festgelegt.

Ein großes Fest wie zum 500-jährigen Bestehen der Pfarrei findet aber nicht statt. Die Katholiken geben sich eher bescheiden. Der Festsonntag beginnt um 9 Uhr mit einem feierlichen Gottesdienst in St. Afra. Danach findet vor dem Gotteshaus ein kleiner Umtrunk statt. Die Jugendkapelle und die Seniorengruppe des Musikvereins „Lyra“ umrahmen die Jubiläumsfeierlichkeiten. Günther Moser, Vorsitzender des Kirchengemeinderates, hofft auf schönes Wetter, damit der Frühschoppen im Freien abgehalten werden kann.

Die Obernheimer Kirche ist ein künstlerisches Kleinod, eine Perle und für die hiesige Gegend einmalig. Wie vielerorts, so hat auch die Obernheimer Kirche in Jahrhunderten ihr Aussehen immer wieder verändert. Aus einem wohl kleinen Kirchlein, entstanden im Hochmittelalter am heutigen Platz, wurde nach jahrzehntelangem Ringen ab dem Jahr 1752 ein größeres Gotteshaus gebaut. Dem damaligen Pfarrer Augustin Buol gelang es, für dieses ehrgeizige Vorhaben den für seine Zeit berühmten Deutschordensbaumeister Johann Caspar Bagnato zu gewinnen. Dieser vollendete dann zusammen mit dem kurmainzischen Hofmaler Appiani und dem Stuckateur Franz Pozzi das Gotteshaus bereits Ende 1753.

Doch erst am 7. September 1762 – also vor 250 Jahren – wurde die Kirche eingeweiht, so lange musste die Gemeinde auf den damaligen Konstanzer Weihbischof warten. Als Kirchenheilige waren zuvor sowohl Maria als auch Afra genannt. Seit dem 18. Jahrhundert gilt Sankt Afra als Patronin der Obernheimer Kirche.

Im Vorfeld des Kirchweihjubiläums fällt das Schwesternhaus der Spitzhacke zum Opfer. Heute wird damit begonnen, das geschichtsträchtige Gebäude abzureißen. Die Obernheimer Kirchengemeinderäte haben am vergangenen Samstag nochmals ausgeräumt und unter anderem die Ziffernblätter des früheren Kirchturms gefunden.

Wichtig ist dem Vorsitzenden Günther Moser, dass der Neubau zügig ausgeschrieben wird. In den Neubau kommt unter anderem die Kleinkindgruppe mit insgesamt 15 Plätzen.

Bürgermeister freut sich auf das Konzert mit dem Projekt-Chor „Le Consort Nouveau“

Konzert im Sommer: Am Samstag, 4. August, tritt der Projekt-Chor „Le Consort Nouveau“, der zur Zeit im Haus Bittenhalde in Tieringen probt, in St. Afra auf. „Chorgesang und Musik sind wesentliche Bestandteile des kirchlichen Lebens“, betont Günther Moser. Auch Bürgermeister Josef Ungermann freut sich: „Konzerte, die in der Kirche stattfinden, sind ein besonderes kulturelles Gut im gesellschaftlichen Leben einer Gemeinde.“ Alex Moser, Koordinator des Projektchores, verspricht ein interessantes und anspruchsvolles Programm.

Der Chor ist ein Zusammenschluss aus Laiensängern aus dem ganzen Bundesgebiet. Die Leitung hat Matthias Listmann von den Musikschulen Trossingen/Tuttlingen. Das Programm umfasst Werke von Michael Haydn, John Rutter und Felix Mendelssohn Bartholdy.

Anmelden zum Mitsingen: Wer im Chor mitwirken möchte, kann sich mit Matthias Listmann, Telefon: 0 74 25 / 46 35 oder mit Organisator Heinz Kollross, Telefon: 0172 / 7 40 06 21 in Verbindung setzen. Auskünfte geben auch das Haus Bittenhalde und Alex Moser

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