Sorgenkind in der Tailfinger City

Viele Leerstände: Was passiert mit dem in die Jahre gekommenen AC-Kaufpark?

Sorgenkind in der Tailfinger City

Albstadt-Tailfingen, 10.07.2012 von Holger Much

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Er steht in bester Lage und ist schon lange kein Schmuckstück mehr, auf das man stolz sein könnte: Der AC-Kaufpark in Tailfingen. Wirtschaftsförderer Andreas Hödl setzt auf eine Wiederbelebung des Gebäudes.

Was passiert mit dem in die Jahre gekommenen AC-Kaufpark? Nun ist auch noch der Schlecker aus dem Gebäude am Kreisverkehr Goethestraße, Hechingerstraße und Neuweilerstraße verschwunden. Die Architektur ist auch nicht wirklich ein Hingucker. Hier muss etwas geschehen. Dieser Meinung ist auch Albstadts Wirtschaftsförderer Andreas Hödl.

Er nennt den gesamten Talgang das „wirtschaftliche Rückgrat der Stadt“ und sieht für die Zukunft Tailfingens als Albstädter Stadtteilzentrum vor allem die Schwerpunkte Arbeiten und Wohnen als Optionen für die weitere Entwicklung. Als eines der vordergründigen Defizite Tailfingens nennt Andreas Hödl allerdings ein deutliches Defizit an Nahversorgern. Hier bestehe deutlicher Handlungsbedarf.

Für den normalen Wocheneinkauf, sagt Andreas Hödl, sollte der Tailfinger nicht erst nach Truchtelfingen oder noch weiter fahren müssen. Die Nahversorgung sollte wohnortnah bereitgestellt sein.

Hier kommt der AC-Kaufpark ins Spiel. Der Wirtschaftsförderer hofft darauf, einen „großen Vollsortimenter“ ansiedeln zu können, einen attraktiven Magneten, wie es das Stadthaus 1 mit dem H&M für Ebingen war und formuliert: „Dies wäre nämlich die wirtschaftliche Grundlage für die notwendige Sicherung und Erweiterung des innerstädtischen Sortimentes in Tailfingen, zum Beispiel, Textil, Schuhe, Spielwaren, Schmuck.“


Der AC-Kaufpark wurde 1981 eröffnet

Der AC-Kaufpark in der Hechinger Straße 1 wurde im Jahr 1981 eröffnet.

Das zweigeschossige Gebäude in Betonskelettbauweise erstreckt sich über 5 248 Quadratmeter und bietet 5 146 Quadratmeter Ladenfläche.

Ein Drittel besetzt: Dort wäre laut Angaben des momentanen Besitzers, der „Comer Group International“ mit Sitz in Berlin, Platz für 18 Shops. Momentan sind davon mit Eisdiele, Chinesen, Café-Bar, Schuhgeschäft, Bäcker, Ein-Euro-Laden und Spielhalle sieben besetzt. Der Rest steht leer, riesige Geschäftsflächen sind zu vermieten.

AC Kaufpark

Wer will auch schon in einem Geschäftsgebäude sein Ladengeschäft betreiben in welchem man ständig Leute aus dem Aufzug "retten" muss. Ausserdem war das Gebäude 2007 fast vollständig vermietet.

Aber wenn der damalige Besitzer dann die Frechheit besitzt und 20% mehr Miete verlangt, dann kann man es ja wohl verstehen das die Mieter unter anderem auch wir, da raus sind. Abreissen und was neues bauen..die Bausubstanz ist dermaßen verrottet und verkommen deshalb wird sich eine Sanierung wirtschaftlich kaum lohnen !!
Michael Frisch am 19.07.2012 10:15:47

Sorgenkind in der Tailfinger City

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Ha Ef am 12.07.2012 10:39:18

Tailfinger Innenstadt muss dringend aufgewertet werden!

Endlich steht mal ein Beitrag über den heruntergekommenen AC-Kaufpark in Tailfingen in der Zeitung. Ich finde auch, dass man den ekelhaften, heruntergekommenen Betonblock abreißen muss. Ich stimme einem schönen flachen Bau zu. Ich persönlich gehe nicht gerne in den AC-Kaufpark, höchstens in die Eisdiele, das war dann aber auch. Doch der AC-Kaufpark darf nicht das einzige Projekt im Bezug auf die Tailfinger Innenstadt sein. Es müssen wieder viel mehr Einzelhandelsgeschäfte hier ansiedeln. Dazu muss die Innenstadt aufgewertet werden. Wie unten stehend, wäre ein schönes Restaurant nicht schlecht für die Innenstadt. Oder eine Buchhandlung wär doch zum Beispiel auch keine schlechte Idee. Das Tailfinger Stadtzentrum ist einfach zu unattraktiv für die Händler, deswegen gehen auch viele von hier weg. Tailfingens Einwohnerzahl sinkt, anstatt zu steigen. Vielleicht würde die Einwohnerzahl ja wieder leicht steigen, wenn die Innenstadt wieder attraktiver werden würde. Ein Baugeschäft, bessere Bekleidungsläden (kein Kik oder so) sondern vielleicht doch mal H&M oder C&A. Dann vielleicht eine Buchhandlung, Restaurants, vielleicht auch ein neuer EDEKA-Markt. All das würde der Innenstadt extrem gut tun. Auch beim Uhlandsgarten besteht dringender Handlungsbedarf. Tailfingen darf vor allem nicht als ,,kleiner" Vorort von Ebingen gelten. Tailfingen ist der zweitgrößte Stadtteil von Albstadt, und sollte seinem Titel als ,,zweitgrößter" Stadtteil auch gerecht werden. Und das kann mit fünf oder sechs Läden nicht passieren.
Jamie Kast am 11.07.2012 19:59:45

Eierlegende Wollmilchschweinchen gibt's nicht (mehr)

Herr Kuba, diese Art Geschäfte (= Vollsortimenter) gibt's nicht mehr, egal ob als Billigheimer oder Geschäft auf etwas gehobenerem Niveau. Auf den Niedergang der kleinen Konzernfilialen habe ich ja bereits verwiesen. Früher gab's in dieser Handelssparte ja auch die Kaufring-Häuser. Früher, heute nicht mehr oder allenfalls davon noch das eine oder andere Traditionshaus. Die (Spezial-)Filialisten Aldi, Tchibbo und Konsorten haben diese Sparte mit ihren Zusatzsortimenten zum Stammangebot ersetzt. Tailfingens Chance liegt in einer City mit einer Vielzahl spezieller Einzelhandelsangebote, gestützt und ergänzt durch eine anspruchsvolle Gastronomie. Parkmöglichkeiten für die privaten Pkw und Depots für die getätigten Einkäufe machen die Innenstadt zusätzlich attraktiv.

So sehr der soeben vorgestellte Entwurf für NITTA architektonisch auch überzeugen mag, so ist die Ansiedlung dieser Einrichtung an der Bauernscheuer doch unsinnig. Er trägt nicht zur Belebung und Attraktivität der Innenstadt bei. Zumal noch niemand die Hand dafür ins Feuer legen kann/will, dass NITTA überhaupt ein Erfolg wird. Der westliche Zugang zur City ist damit und mit dem Seniorenheim auf der anderen Platzseite weiterhin wenig geschäftig und anziehend. Diesbezüglich machen Stadtplaner und Wirtschaftsförderer einen weiteren Fehler nach zahlreich vorangegangenen.

Anni Berta Zeh am 10.07.2012 23:08:08

Antwort auf Eierlegende Wollmilchschweinchen gibt's nicht (mehr)

NITTA = AC2 (Jahr 2020)

Ich würde in Tailfingen nicht mal eine Wurstbude aufstellen; diejenigen die dies taten, sind auch nicht mehr da und da fängt es doch schon an...

Hätte, sollte, blablabla. Der Boden ist auf Jahrzehnte "versucht". Da hilft nur langsame, stetige Rekultivierung.
Benjamin Knopf am 16.07.2012 13:27:39

Antwort auf Antwort auf Eierlegende Wollmilchschweinchen gibt's nicht (mehr)

Wohl eher Jim KNOPF !!! der Boden ist verseucht und nicht versucht!!! und wenns die hier nicht gefällt musst ja auch nicht kommen, es geht hier schliesslich um die Bewohner Tailfingens und nicht um die, die hier nichts machen oder gar wohnen wollen, die wollen wir nämlich genau so wenig.
Peter Pan am 16.07.2012 21:31:27

Antwort auf Antwort auf Antwort auf Eierlegende Wollmilchschweinchen gibt's nicht (mehr)

Haha, es heißt übrigens "Dir nicht gefällt"; nicht "die nicht gefällt".

Genau, deshalb kommt Jim Knopf auch nicht, weil Albstadt es auch nicht schafft oder nicht für sinnvoll erachtet, die Talgangbahn zu reaktivieren. Somit bleiben Molly und ich einfach weg.

Ach ja, gefallen tut es mir auch nicht, würde aber kommen, wenn es mir gefallen würde. Wohnen wäre da dann ggf. auch wieder interessanter, die Häuser in A2 gibt ja bald zum Nulltarif.

Ach ja, machen würde ich ebenfalls nichts in Tailfingen. Jeder einigermaßen noch richtig tickende Kaufmann investiert doch nicht auch einen Cent in Tailfingen, selbst wenn er gerne wollte. Schon mal was von Betriebswirtschaft gehört.

Zugegebenermaßen besuche ich ab und an das Naturbad, was wirklich gelungen ist, was leider an der Belebung der Innenstadt keine Punkte holt.

Und noch eins: In Tailfingen kann man es sich nicht leisten, wenn man will und wen nicht ! Die Situation ist einfach so, dass jeder willkommen sein muß in Tailfingen. Die Situation kann sich keine Allüren leisten.

So, nun werd mal erwachsen, Peter Pan !

p.s.: Ich persönlich würde mich ausserordentlich freuen, würde man in Tailfingen mal endlich Hand anlegen und die Probleme anpacken. Ich kann es mir nicht leisten, ein Geschäft in Tailfingen zu eröffnen, da ich davon leben müsste und ich kein caritativer Verein bin.
Benjamin Knopf am 17.07.2012 13:36:52

Antwort auf Eierlegende Wollmilchschweinchen gibt's nicht (mehr)

Danke Frau Zeh für Ihre Verbesserung, mit Vollsortimenter meinte ich die Geschäfte die keinesfalls an einen Discounter oder sonstige Billig Nieschen und Dumping Shops sondern ein E-Center oder Migros in die art.
Aber warum sind sie nicht in die politik oder lassen sich das nächste mal für den Gemeinderat auufstellen??? Dann können Sie ja Ihre ganzen guten Argumente gleich in die Tat umsetzen.?? weiter so....
Egon Kuba am 14.07.2012 18:22:42

Unumgänglich

teilweise hat Frau Zeh recht, Tailfingen hat mehr zu bieten , aber ein Vollsortimenter gehört mit guten Anschluss genau dorthin, So ein Magnet gehört in die Innenstadt um auch die anderen Läden wieder ans Leben anzuschliesen. Und dort wäre die Mitte fürs Tailfinger Umland. Aber Bitte wenn AC renorvieren dann mit der Abriss Keule und den Hässlichen Betonblock abreisen und einen schönen Flachen Bau mit Tiefgarage , das würde das Bild der Stadt schöner und offener Präsentieren, denn eins ist klar, es muss ein Vollsortimenter kommen, denn Assi Discounter haben wir zu genüge. Also Herr Hödel , geben Sie alles um dies wahr werden zu lassen. Danke
Egon Kuba am 10.07.2012 22:03:34

Antwort auf Unumgänglich

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Sven Franciso am 11.07.2012 09:02:21

Tailfingen-City ist mehr als nur der AC-Kaufpark

Von dem (noch ziemlich neuen) Wirtschaftsförderer Hödl hätte ich etwas mehr erwartet, vor allem etwas anderes, als sich auf den AC-Kaufpark zu kaprizieren.

Tailfingen hat zwischen Paulus- und Peterskirche eine Kernstadt mit sehr viel verstecktem Charme. Sie könnte und müsste als Ganzes entwickelt werden.

An erster Stelle muß gewährleistet bzw. verbessert werden, dass dieses Gebiet insgesamt sehr gut von den Aussenbezirken (z.b. Langewand, Bohl, Nank etc., auch Onstmettingen und Truchtelfingen) per privatem Pkw und per Öffentlichem Nahverkehr erreichbar ist. Warum sollte also unter diesem Aspekt das von der Bevölkerung als Einkaufsstätte schlecht angenommene AC-Kaufpark-Gebäude nicht zu einem Parkhaus umgestaltet werden?!

Zum anderen bietet diese Innenstadt sehr viele Möglichkeiten zur Ansiedlung von (kleinen) Fachgeschäften und zur Ausdehnung des Obst-/Gemüsemarktes. Sie könnte ein gutes Speise-Restaurant und ein gepflegtes Café vertragen. Damit liesse sich viel angenehme Atmosphäre und beim Publikum Lust auf Stadt schaffen.

Mit Billigheimern und Handy-Läden ist das nicht zu schaffen. Zumindest dem Herrn Wirtschaftsförderer Hödl müsste auch bewußt sein, dass nicht nur Schlecker Pleite gegangen ist, sondern auch von den großen Warenhaus-Konzernen Kaufhof und Karstadt vorwiegend die Filialen bereits aufgegeben worden sind, die in der Vergangenheit in den Klein- und Mittelzentren die Vollversorgung betrieben haben. Insofern packt er seine Aufgabe von der falschen Seite her an, wenn er der Tailfinger City mit einer Wiederbelebung des AC-Gebäudekomplexes auf die Sprünge helfen will.
Anni Berta Zeh am 10.07.2012 20:56:47

Zwangsoptimist

Ich pflichte Herrn Hödl absolut bei.

Welcher "namhafte Nahversorger" sollte in ein Objekt im "Todesstreifen" (Talgang) investieren.

Klar, die Fehler wurden schon weit früher gemacht und die Problemlösung hätte schon viel früher angegangen werden müssen. Die Problematik dürfte Herrn Hödl nicht erst seit dem Verfall des AC bekannt sein.

Selbstverständlich unterstütze ich diesen "Wunschtraum" und Herrn Hödel für diesen vorzüglichen Gedanken.

Realistisch betrachtet, sehe ich mit der Ruine nicht mehr viel Chancen auf eine Realisation und wer den heruntergekommenen AC-Park in der letzten Zeit besucht hat, weiß was ich meine. Eine Bekannte meinte überdies, sie ginge dort nur noch in Begleitung rein, weil sie sich vor den Gestalten fürchte...

Ist eigentlich nach Schlecker überhaupt noch was Brauchbares in dem Gebäude, die tolle Eisdiele mal abgesehen?

Wie schon in anderen Beiträgen gelesen, baut der Talgang immer weiter ab und keinen kümmerts wirklich, der was zu sagen hat.

Alles Gute und viel Erfolg, Herr Hödl.

Gruß


Thorben-Malte Kazajok am 10.07.2012 18:59:41

genau

wenigsten einer der an Tailfinger denkt die Senioren werden dankbar sein und auch die , die kein Auto haben. Es muss endlich was geschehen
Petra Grundstein am 10.07.2012 15:42:38
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