Eith kooperiert mit Heimaufsicht

Unruhe in Ratshausens „Seniorenresidenz Plettenberg“ – Gründer wieder Geschäftsführer

Eith kooperiert mit Heimaufsicht

Ratshausen, 27.06.2012 von Klaus Irion

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Unruhige Zeiten für die „Seniorenresidenz Plettenberg“ in Ratshausen: Gründer Rolf Eith hat deshalb seinen Ruhestand vorerst beendet und ist seit drei Wochen wieder Geschäftsführer der Altenpflegeeinrichtung.

So hat sich Rolf Eith seinen Ruhestand nicht vorgestellt. Statt Radtouren am Bodensee mit seiner Ehefrau zu unternehmen, bemüht sich der 63-jährige Ratshausener seit drei Wochen nicht ganz freiwillig, seine „Seniorenresidenz Plettenberg“ wieder in seinem Sinne weiterzuführen.

Vor 20 Jahren hatte er sein Unternehmen gegründet. „Ich war damals im gesamten Landkreis der Erste, der ein privat geführtes Pflegeheim aufgebaut hat“, sagt der ausgebildete Krankenpfleger. Das Verhältnis zu den Bewohnern sei stets gut gewesen. „Wir waren wie eine große Familie.“ Vor fünf Monaten dann zog sich Eith aus der Geschäftsführung zurück und übertrug diese Aufgabe „einer Unternehmensberaterin“. Doch sei die Seniorenresidenz in den darauffolgenden Monaten nicht so geführt worden, wie er sich das vorgestellt habe.

Vor drei Wochen trennten sich die beruflichen Wege von Eith und der neuen Geschäftsführerin wieder, was jene „sehr bedauert“, wie sie auf ZAK-Nachfrage erklärte. Sie habe das Heim im Sinne von Rolf Eith weiterführen wollen und habe sich nie etwas zu Schulden kommen lassen. Kurz nach dem Ende der geschäftlichen Zusammenarbeit wurde aus dem Kreis der Mitarbeiter wegen möglicher Patientengefährdungen die Heimaufsicht des Landratsamts Zollernalb eingeschaltet. Grund laut Eith: „Mehrere Pflegekräfte haben sich gleichzeitig krank gemeldet.“ Mehr wolle er dazu nicht sagen. „Mitarbeiter der Heimaufsichtsbehörde waren seither mit ihren Pflegefachkräften mehrfach vor Ort und haben sich vom Gesundheitszustand der Bewohner und der Situation im Heim ein Bild gemacht“, bestätigt Landratsamtssprecherin Sarah Hettich. Zur Sicherstellung einer angemessenen Bewohnerversorgung seien, in Abstimmung mit der Heimleitung, bereits Maßnahmen ergriffen worden. Bei der Staatsanwaltschaft Hechingen ist wohl auch Anzeige erstattet worden. Nähere Auskünfte wollte Staatsanwalt Markus Engel zum jetzigen Zeitpunkt nicht machen.

Seniorenresidenz-Betreiber Eith arbeitet derweil nach eigener Aussage mit Hochdruck daran, „weiteres Pflegepersonal einzustellen“. Die fertigen Pläne für einen 1,6 Millionen Euro teuren Erweiterungsbau mit „Nachtcafé“ und Räumen für Beatmungspatienten (der ZAK berichtete), sind aufgrund der aktuellen Situation „weiterhin auf Eis gelegt“, erklärt Eith. Er müsse stattessen jetzt schauen, „dass der bestehende Pflegebetrieb in unserer Seniorenresidenz wieder vorwärts kommt“.

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