Elefantendame Emma erwartet bereits die Balinger Zuschauer

Elefantendame Emma erwartet bereits die Balinger Zuschauer

Balingen, 27.06.2012

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Neugierig streckt Elefantendame Emma ihren Rüssel in den Balinger Himmel. Von dem Clown lässt sie sich nicht stören, schließlich ist sie ein Zirkuselefant. In den Vorstellungen des „Circus Carl Busch“ zeigt der Dickhäuter in den kommenden Tagen sein Können. Seit gestern campieren die Zirkustiere in Balingen. Heute soll dann auch das Zelt stehen. Von Donnerstag bis Sonntag zeigt der Zirkus insgesamt sieben Vorstellungen. Neben Elefanten können die Besucher Pferdedressur sowie eine Kamelkarawane samt Lamas und Ponys bestaunen. Akrobatik an Tüchern, Schwingseilen, auf Rollschuhen und auf dem Hochseil gehören ebenso zum Repertoire, wie Clowns und Jongleure. Premiere ist morgen, 17 Uhr, auf dem Messegelände in Balingen

Zirkus ist kein Spaß

Hier ein paar Fakten wie es den Tieren wirklich geht.
Spielt nicht die heile Welt und igoniert die miese Haltung.
Geht NICHT mit euren Kindern in den Zirkus.

März 2012
PETA erstattet beim Veterinäramt Stuttgart Anzeige gegen Circus Carl Busch, weil ein Elefant beim Gastspiel in Stuttgart nachts wiederholt mit einer ungeschützten, blanken Fußkette angekettet ist. Wegen der Gefahr von Druckstellen und Abschürfungen sollen die Fußketten gemäß Zirkusleitlinien stets gepolstert sein. Zusätzlich steht den Elefanten wiederum keine Scheuerstelle zur Verfügung, was ebenfalls ein Verstoß gegen die Zirkusleitlinien darstellt.
Quelle: Beweisfotos und weitere Ermittlungsergebnisse liegen PETA vor

Oktober 2011
Eine Kontrolle der Elefantenhaltung des Circus Carl Busch durch PETA während des Gastspiels in Stuttgart ergibt, dass den Elefanten keine Scheuerstelle zur Verfügung steht. Ebenso ist kein Beschäftigungsmaterial in Form von Zweigen o.Ä. in ausreichendem Umfang vorhanden. Gemäß Zirkusleitlinien muss eine Scheuerstelle sowie ausreichendes Beschäftigungsmaterial für ein Elefantengehege vorhanden sein.
Quelle: Beweisfotos liegen PETA vor

September 2011
In Pforzheim bricht ein Elefant aus dem Circus Carl Busch aus und läuft anschließend durch die Innenstadt.


Dezember 2010
Der Verein Elefanten-Schutz Europa e.V. beobachtet, dass die Elefanten des Circus Carl Busch bei einem Gastspiel in Darmstadt im Oktober 2010 mehrere Nächte auf dem Transportwagen verbringen mussten. Weil der Transporter unbeheizt und für die Übernachtung aufgrund der geringen Größe völlig ungeeignet ist, leitet das zuständige Veterinäramt ein Bußgeldverfahren gegen Circus Carl Busch ein, welches mittlerweile rechtskräftig ist.
Quelle: „Elefanten in Zoo und Circus“, 2011, Nr. 19, S. 32

November 2010
Die Stadt Wiesbaden verhängt ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro wegen der mangelhaften Elefantenhaltung gegen Circus Carl Busch.
Quelle: „Elefanten in Zoo und Circus“, 2011, Nr. 19, S. 42

2005
Elefantin Macombe vom Circus Carl Busch stirbt im Alter von 25 Jahren.
Quelle: Elefanten-Schutz Europa e.V.

2002
Direktor Alfons Wille vom Circus Carl Busch wird wegen der Misshandlung von Elefanten zu einer Geldbuße in Höhe von 300 DM verurteilt. Er habe „drei Elefanten erheblich Leiden zugefügt, indem sie über Nacht nicht artgerecht in zu kleinen Käfigen im Transportwagen gehalten wurden. Zwei mussten stehen, einer hatte nicht ausreichend Platz zum Liegen.“ Tierrechtler beobachteten im Oktober 2000, dass die Elefantinnen nachts in einem engen Transportwagen verbleiben mussten, und erstatteten daraufhin Anzeige.


Oktober 2000
Bei einem Gastspiel des Circus Carl Busch in Amberg greift ein „Liger“ (Nachkomme vom männlichen Löwen und weiblichen Tiger) im Circus Carl Busch ein fünfjähriges Mädchen auf seinem Logenplatz im Zuschauerraum an und verletzt es schwer. Der Gittertunnel, durch den das Tier zusammen mit weiteren Raubkatzen ins Zelt geführt wird, ist so nah an die Publikumsbänke gebaut, dass der Liger mit seiner Pranke das Bein des Kindes erreichen kann. Die Beinwunde des Mädchens muss im Krankenhaus mit rund 80 Stichen genäht werden.


2000
Bei einem Gastspiel des Circus Carl Busch in Karlsruhe bricht ein Elefant aus. Bei dem gleichen Gastspiel bricht auch ein Affe aus.


August 1996
Der Tierschutzverein „Elephant Welfare“ erstattet Strafanzeige gegen den Direktor des Circus Carl Busch, Alfons Wille. Beobachtungen des Vereins und Augenzeugenberichten zufolge wurden die Hinterbeine der Elefanten mit einer Mistgabel blutig gestochen und den Elefanten wurde mit Stangen auf den Kopf geschlagen.
Quelle: Berliner Kurier v. 01.08.1996, S.6

Juli 1996
Der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) sowie die „Gesellschaft der Circusfreunde“ werfen Circus Carl Busch eine tierschutzwidrige Haltung der Elefanten vor. Die Elefanten wurden den beiden Vereinen zufolge über einen längeren Zeitraum nur im Transportwagen gehalten. Das bestätigte auch der Berliner Amtstierarzt Dr. Herbert Schmidt, der dem Zirkus mit einem Platzverweis drohte, auch weil die Elefanten in einem schlechten Pflegezustand vorgefunden wurden.
Quelle: Bild-Zeitung v. 18.07.1996 / Berliner Kurier v.17.07.1996, S.11
Wolfang Heinrich am 27.06.2012 18:54:47

Tierquälerei

Großtierhaltung in Circussen ist Tierquälerei und dieser Circus hier schon explizit bei der Haltung seiner Elefanten aufgefallen.
Martin Weise am 27.06.2012 17:22:53
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