Blasmusik im Olympiajahr

34. Kreisverbandsmusikfest Zollernalb: Fürs Festbuch geben sich die Geislinger ganz sportlich

Blasmusik im Olympiajahr

Geislingen, 26.06.2012 von Rosalinde Conzelmann

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Feinripp und Baumwollhose: Im 90. Jahr seines Bestehens zeigt sich der Geislinger Musikverein in der Festschrift zum 34. Kreisverbandsmusikfest von seiner sportlichen Seite. Schließlich ist ja Olympiajahr.

Die einzelnen Register haben sich deshalb mal ganz anders ablichten lassen, nicht in schmucker Uniform, sondern im lässigen Sportdress. „Der Fototermin hat Spaß gemacht“, sagt der Vorsitzende Dietmar Müller, der erwartungsvoll auf das Festwochenende schaut und diese Woche gemeinsam mit seinen Musikerkameraden nochmals kräftig zulangen muss. „Jetzt geht es zur Sache“, betont Müller. Morgen beginnt der Zeltaufbau, parallel dazu muss auch die Schlossparkhalle für die Wertungsspiele vorbereitet werden. Bis Freitag sind die Helfer mit dem Aufbau beschäftigt.

Zum Verschnaufen bleibt keine Zeit, denn am Freitagnachmittag füllt sich das Zelt beim Altkameradentreffen mit der alten Garde verdienter Musiker aus dem ganzen Kreis. Diesem „schönen Auftakt“, so Müller, folgt ein geselliger Abend, den Bürgermeister Oliver Schmid um 20 Uhr mit dem Fassanstich eröffnen wird.

Der Blasmusikkreisverband Zollernalb umfasst heute 81 Mitgliedsvereine. Der Geislinger Musikverein ist der Einzige, der es bislang geschafft hat, sage und schreibe neun Mal ein Kreisverbandsmusikfest auszurichten. Nach 1929, 1956 und 1962 im Zehnjahres-Rhythmus mit einer Ausnahme: Nach 2002 waren die Geislinger auch 2007 schon wieder Gastgeber für das große Blasmusikfest.

Blasmusik ist der rote Faden, der sich durch alle vier Tage zieht. Daran beteiligt sind nicht nur die Kapellen, die am Wertungsspiel teilnehmen, auch die Geislinger Seniorenkapelle, die Schweizer Musikgesellschaft Ostermundigen, das Quintett Wenzelstein, die Rosenfelder Polkafreunde und zwei Tanzbands treten auf der großen Bühne des Festzeltes auf.

Höhepunkt ist der Festumzug am Sonntag, 1. Juli, mit weit über 50 Kapellen. Dietmar Müller freut sich jetzt schon auf den anschließenden Gesamtchor vor der Kirche: „Das wird ein ganz besonderer Moment.“ Und natürlich hat der Musikerchef bei Petrus bereits „Geislinger Festwetter“ bestellt. „Es gibt fast 30 Grad“, sagt er lachend.

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