Wie aus Wasser ein Koch wird
23.06.2012 von Thomas Godawa
Neulich, an einem doch mal sonnigen Wochenende, war der Opa, genannt „Popa“, mit seinem Enkel Benjamin im Altort Frommern zu Fuß unterwegs, um die Welt zu erkunden und neue Erfahrungen zu sammeln. Auf dem Hindenburgplatz angekommen, wurde von dem Knaben erst ausgiebig der eiserne Brunnen bestaunt, aus dessen Hahn Wasser lief und damit ein Plätschern verursachte. „Koch“, meinte der Enkel, was der „Popa“ in pädagogischer Anstrengung zu Wasser umbenennen wollte. Ein erster Versuch. Gegenüber auf der anderen Straßenseite ist ein Findling im Boden eingelassen, aus dessen angebohrter Mitte sich ebenfalls ein Wasserstrahl ergießt, der einen kleinen, angelegten Bachlauf speist. Auch hier musste das sprudelnde Nass genau untersucht werden, und zwar mit den Fingern, wie sonst. Und wieder wurde das Element als „Koch“ bezeichnet, trotz aller erzieherischen Bemühungen seitens der begleitenden älteren Generation. Wieder zu Hause angekommen, wurden dann die Eltern des Jungen ob der nicht relevanten Bezeichnung von Wasser befragt und diese erklärten, Wasser stehe bei dem Sprössling mit Wasserkocher in Verbindung, was in der Verkürzung eben zu „Koch“ für Wasser führe, Na, sieh mal einer an. So einfach ist die Welt.
