Hängt ein Smartlein im Wald . . .

Rettungskräfte rätseln seit Wochen: Wer hievt den Kleinwagen aus der Schalcksbachschlucht?

Hängt ein Smartlein im Wald . . .

Balingen-Zillhausen, 18.06.2012 von Karl-Otto Müller

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Hilflos hängt der kleine blaue Smart in der Tiefe. Dreißig, vierzig Meter im Abgrund. Fast spurlos vom Erdboden verschwunden, wenn nicht ein Radler die Irrfahrt des Kleinwagens beobachtet hätte . . .

. . . kommt ein Smart angehoppelt. So in etwa muss sich die Szene vor gut drei Wochen zwischen Stockenhausen und Zillhausen dargestellt haben. Ein blauer Smart rollte talwärts über Stock und Stein, über Wiesen und Felder, über die Landstraße – die Spuren sind noch deutlich zu erkennen. Und verschwindet mit einem Mal im tiefen Waldgestrüpp. Tatsächlich versteckt sich hinterm Waldrand die gut vierzig Meter tiefe Schalcks-bach-Schlucht. Heimlicher Lagerplatz für Grasschnitt und Bauschutt. Tausend zart-grüne Blätter verwehren den Blick in die Tiefe – dazwischen aber blitzen Lack und Glas: Tief unten, nah am Bach, hängt bis heute der kleine Smart.

Eigner, Polizei und Rettungskräfte sind längst informiert. Ein Defekt der Handbremse sei ursächlich, allein, das Wissen darum hilft bei der Beantwortung der Frage, wie der Kleine zu bergen ist, nicht weiter. Ein Traktor mühte sich bereits vergeblich, jetzt ist von einem Kran die Rede, von der Höhenrettung, von notwendiger Baumschneise. Schon drohen die Bergungskosten den Restwert des kleinen Autos zu übersteigen.

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