Jetzt wird's ernst: Bagger rücken an

Altes Schwesternhaus und leerstehendes Gebäude im Albin-Moser-Weg kommen weg

Jetzt wird's ernst: Bagger rücken an

Obernheim, 14.06.2012 von Volker Schweizer

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Die Zeichen stehen auf Abschied: Anfang Juli wird in Obernheim das alte Schwesternhaus im Albin-Moser-Weg abgerissen. An gleicher Stelle entsteht der Neubau des Kindergartens.

Es wird langsam ernst mit dem ehrgeizigen Kindergarten-Projekt, das Gemeinde und Kirche gemeinsam anpacken. Wie am Dienstag im Gemeinderat zu erfahren war, ziehen die Kindergartenkinder Ende Juni in die ehemalige Grundschule um. „Der Kindergarten ist dafür am Freitag, 29. Juni, geschlossen“, informierte Bürgermeister Josef Ungermann. Er hoffe beim Umzug auf die Unterstützung der Eltern und vieler freiwilliger Helfer.

Mit dem alten Schwesternhaus verschwinden auch die Garagen und die Überdachung im Außenbereich. Laut Bürgermeister hat die Kirchengemeinde den Abbruch bereits ausgeschrieben. Der Auftrag solle demnächst vergeben werden.

Um keine Zeit zu verlieren, stimmte der Gemeinderat auch gleich dem Baugesuch für den Neubau und der Sanierung des Altbaus zu. Die Zeit drängt etwas, denn bis zum 1. Dezember 2013 muss der neue Kindergarten bezogen sein, damit alle Zuschüsse fließen. Die weitere Zeitschiene sieht vor, dass der Neubau in der letzten Juli-Woche beginnt. Fertig sein soll er, wenn alles nach Plan läuft, Anfang Oktober. Im Neubau entstehen 15 neue Plätze für Kinder unter drei Jahren. Josef Ungermann ging davon aus, dass bis zu den Sommerferien die Abbrucharbeiten über die Bühne sind.

Parallel soll auch das von der Gemeinde schon im vergangenen Jahr gekaufte und schon längere Zeit leerstehende Nachbargebäude im Albin-Moser-Weg 11 der Spitzhacke zum Opfer fallen. Für rund 13 400 Euro vergab der Gemeinderat die Arbeiten an die Firma Roland Späth aus Langenenslingen. Auf der freiwerdenden Fläche will die Gemeinde Obernheim im nächsten Jahr sechs Parkplätze im Anschluss an die „Untere Widdum“ bauen. Gleichzeitig soll der Albin-Moser-Weg auf vier Meter verbreitet und der Kanal und die Wasserleitung auf einer Länge von 80 Metern erneuert werden. Die Planung sieht darüber hinaus die „Begrünung und Aufwertung des gesamten Bereiches“ vor. Nach ersten Schätzungen belaufen sich die Gesamtkosten auf 124 800 Euro. Finanzelle Unterstützung gibt es vom Land. Das Regierungspräsidium Tübingen habe mitgeteilt, dass das Projekt mit einem Zuschuss in Höhe von 28 360 Euro im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum eingeplant sei, berichtete der Bürgermeister.

Landratsamt macht Auflagen: Schulhof wird kein verkehrsberuhigter Bereich

Entschärfung mit Holzbänken: Wegen der Großbaustelle im Kindergarten müssen die kleinen Obernheimer Anfang Juli in die ehemalige Grundschule umziehen. Bis dahin soll die Straße „Am Steigle“ Tempo-30-Zone sein. Im oberen Teil des Schulhofes, ab dort, wo bislang die rote Stopp-Linie aufgemalt ist, haben Autos während des Schul- und Kindergartenbetriebes künftig nichts mehr zu suchen. Der Bereich wird mit Holzbänken abgesperrt. Außerdem lässt die Gemeinde ein Schild anbringen, auf dem das Durchfahrtsverbot nachzulesen ist – montags bis donnerstags von 7 bis 16.30 Uhr und freitags von 7 bis 12.30 Uhr.

„Achtung Kinder“: Dem Wunsch aus dem Gemeinderat, aus dem Schulhof einen verkehrsberuhigten Bereich zu machen, ist das Landratsamt nicht nachgekommen. „Es hätte ansonsten jeder Stellplatz markiert werden müssen“, informiert Bürgermeister Josef Ungermann. Stattdessen wird nun das Schild „Achtung Kinder“ aufgestellt. Die für den Fußgängerüberweg auf der Stühl am Ortseingang beschlossenen Maßnahmen dürfen zum großen Teil umgesetzt werden. Unter anderem sollen blaue Tafeln in Übergröße für eine Entschärfung sorgen. Das Schild „Abknickende Vorfahrtsstraße“ hat das Landratsamt nicht genehmigt.

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