Leserbrief

Schwarz-gelb wird teuer

LESERBRIEF

13.06.2012

Vor dieser Bundesregierung gab es einen Atomkonsens. Alle Beteiligten konnten sich langfristig planbar - auch mit ihren Investitionen - darauf einstellen. Dann kam schwarz-gelb. Man animierte Kraftwerksbetreiber zu teueren Investitionen. Sechs Monate später gab's Merkels K.O.-Schlag quasi über Nacht. Zwar technisch hochgefährlich und sündhaft teuer, aber halt neue CDU-FDP-Politik. Dann wollte man Windparks. Nein, nicht etwa da, wo man Strom braucht, sondern hoch oben auf hoher See. Einige Minister später merkte man dann, dass es dort ja gar kein Kabel gibt. Unüberlegt und sau-teuer. Aber halt neue „christlich-liberale“ Energiepolitik. Nun muss die Solarbranche weg: Brachte zu viel und wurde immer günstiger…

Florian Kipp
Zollernstr. 38/1, Rosenfeld

Subventionen

Kann mir mal einer sagen, welche Energie bisher nicht subventioniert wurde?

Warum soll man ausgerechnet die Solarenergie nicht fördern, wenn man es bei allen anderen auch tut?

Der Preis für die erzeugte Kilowattstunde Solarstrom liegt dich jetzt schon unter dem Preis, den wir für den Strom aus der Steckdose bezahlen müssen.
Franz Meier am 25.06.2012 10:42:01

Verträge zu Lasten Dritter

Die energieintensive Industrie verbraucht 18 % des Stroms in Deutschland, trägt aber nur 0,3 % (!) der EEG-Umlage.
Die fehlenden Milliarden werden kurzerhand auf die restlichen Energieverbraucher umgelegt.

Gleichzeitig ist es mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass der Spitzenlastpreis an der Strombörse durch die solare Stromerzeugung deutlich gefallen ist – davon profitieren wiederung gerade energieintensive Unternehmen, die ihren Strom direkt an der Strombörse einkaufen.

Beim normalen Stromverbraucher hingegen kommt von der Preissenkung an der Strombörse nichts an - die EEG-Umlage inklusive Zusatzkosten für die Befreiung priveligierter Kreise sehr wohl.
Eberhard Kipp am 21.06.2012 14:47:46

Die wahren Kosten

Es wird viel über die angeblich so "teure Energiewende" geschimpft - doch die Kosten und ihre Ursachen werden verschleiert. Man sollte sich daher einmal klar machen:
Nicht die regenerative Energie-Erzeugung ist teuer, denn weder die Sonne, noch der Wind schicken uns eine Rechnung.

Viel Geld kostet uns allerdings die Konzeptionslosigkeit. Dank der orientierungslosen Politik unserer aktuellen Bundesregierung werden Unkosten produziert, die letztlich von allen Bürgern zu tragen sind. Kosten, die nicht etwa Nutzen bringen, sondern einfach nur entstehen, weil ma nicht weiß, was man will. Vorwärts, rückwärts, wieder vorwärts, dann aber mit angezogener Handbremse.

So könnte man die Energiepolitik der "schlechtesten Regierung, die Deutschland je hatte" am einfachsten beschreiben.
Fritz Schuster am 13.06.2012 16:46:12
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