Cannabispflanzen auf dem Balkon

Bewährungsstrafe für einen jungen Albstädter

Albstadt/Hechingen, 11.06.2012 von Nils Horst

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Ein 25-jähriger Albstädter hat Cannabispflanzen angebaut. Dafür hat er seinen Balkon in ein Gewächshaus verwandelt. Vor dem Hechinger Amtsgericht musste er sich dafür nun verantworten.

Neben der Anpflanzung von Cannabis wurde ihm außerdem der Besitz von Anabolika vorgeworfen. Deshalb musste er sich vor Gericht gleich wegen zwei Delikten verantworten. Bei der Durchsuchung der Wohnung des Angeklagten fand die Polizei eine Ampulle Anabolika und 61 Tabletten sowie fünf Cannabispflanzen mit einer Wuchshöhe von etwa 130 Zentimetern. Insgesamt sicherten die Beamten knapp ein Kilogramm Marihuana. Rund 240 Gramm waren reines Marihuana, der Rest war altes Blattmaterial, das sich zum Konsum nicht mehr eigne.

Gegenüber Richter Ernst Wührl sagte der Angeklagte, dass er vor fünf Jahren angefangen habe, regelmäßig Marihuana zu rauchen. Da das gekaufte Marihuana aber nicht mehr seiner gewünschten Qualität entsprach, hat der 26-Jährige sich 2010 entschlossen, selbst Cannabis anzupflanzen. Seine ersten Versuche waren kümmerlich. Anfang 2011 hat der Angeklagte seinen Anbau intensiviert und ist auf eine Hydrokultur umgestiegen. Dafür hat der 26-Jährige aus seinem Balkon ein Gewächshaus gemacht und sich auch eine Hochdruckquecksilberlampe gekauft. Vor Gericht sagte der Angeklagte, dass er das Cannabis lediglich angepflanzt habe. Zu keinem Zeitpunkt habe er mit Marihuana gedealt. Aussagen des zuständigen Sachbearbeiters des Rauschgiftdezernats der Polizeidirektion Balingen, der die Wohnung durchsuchte, bestätigten dies. In der Wohnung habe es keinerlei Hinweise auf Dealerei gegeben. Auch der beschlagnahmte Laptop wies keine auffälligen E-Mails oder Adressen auf.

Der Angeklagte gab an, dass er sich mit den Anabolika für einen Wettkampf fit gespritzt habe. Nur so habe man bei Wettkämpfen eine Chance, sagte er vor Gericht.

Der 25-Jährige zeigte sich vor Gericht einsichtig. „Ich habe aus meinen Fehlern gelernt“, sagte er vor dem Richter. Für die Staatsanwältin, die ihre Anklage von Handel mit Marihuana auf Besitz von Marihuana änderte, blieb der Strafbestand bestehen. Der Angeklagte wusste, dass er sich – egal ob Marihuana oder Anabolika – im strafrechtlichen Bereich bewegte. Obwohl der junge Albstädter geständig war und keine Vorstrafe hat, bezog sich der Richter Ernst Wührl auf den gefundenen Wirkstoffgehalt. Dieser liege deutlich über dem Richtwert, sagte er. Der Angeklagte wurde zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten auf Bewährung verurteilt. Zudem muss er 60 Tagessätze á 50 Euro zahlen.

Sauberes Deutschland

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Verrückte Werte am 13.06.2012 15:12:50

schrecklich

Sowas für ein "verbrechen" ohne opfer. Die pflanze ist sowieso harmlos (wie alles muss man es mit mass geniessen). Das gesetz/verbot ist reines unrecht dass ich niemals anerkennen werde. Der staat hat NICHTS darüber zu sagen was ich essen/trinken oder rauchen kann, solange ich damit andere nicht belästige.

Sowas macht wütend und nimmt einen das letzte bisschen respekt für das gesetz.
bart wakker am 11.06.2012 20:28:09

Antwort auf schrecklich

auch wenn du über solche gesetzte wütend bist kannst du noch etwas rechtschreibung üben

>> ist reines unrecht dass ich niemals anerkennen werde.<<
ertsens kommt nach unrecht ein komma und das wird hier nur mit einem "S" geschrieben - wen oder was = das
herbert mosel am 12.06.2012 21:12:40

Antwort auf schrecklich

Leider leben wir nicht in einer richtigen Demokratie. In Deutschland gibt es immer noch viele kleine Diktatoren. Politiker, Staatsanwälte und Richter sind die Diktatoren, die bestimmen, was wir essen, trinken und rauchen dürfen.
Arme demokratische Diktatur Deutschland!
David Müller am 12.06.2012 20:04:41

Antwort auf schrecklich

sehe ich genauso der Statt soll sich lieber mal um die Menschen kümmern die von Alko0hol jedes Jahr in Deutschland fleissig grepieren 80.000 alleine jedes Jahr von Cannabis Weltweti in der Geschichte von Cannabis gab es noch keinen Toten und wenn man 80.000 Toe mal 60 Jahre rechnet dann hat unsere Staat mehr Menschen umgebracht als JUDEN da kann man vom 2ten Holoccaust sprechen.....LEGALISIERT ES ENDLICH.....IHR zerstört nur EXISTENZEN und schürrt noch mehr HASS, und dann wundert man sich wenn die Jugendlichen und co am ersten Mai auf die BULLEN losgehen , wenn sie uns 365 Jahre am Arsch kleben und in unsere Privatsspähre eingreifen. SCHÄMT euch DEUTSCHLAND und das sagt ein gebürdiger DEUTSCHER
Christoph Scholz am 12.06.2012 13:53:27

Antwort auf Antwort auf schrecklich

Na zum Glück scheint der Konsum von Cannabis-Produkten keinen spürbaren - oder gar sichtbaren - Einfluss auf die kognitiven Fähigkeiten oder die Ausdrucksfähigkeit in Wort und Schrift zu haben. ;)
Sven Eppler am 13.06.2012 10:46:50
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