Achterbahnfahrt mit gutem Start und Ende

Verbandsliga: FC 07 Albstadt geht nach schwieriger Saison mit Schwung und Zuversicht in die Pause

Achterbahnfahrt mit gutem Start und Ende

Albstadt-Ebingen, 08.06.2012 von Frank D. Engelhardt

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Mit einem historischen 9:0-Sieg ging für den FC 07 Albstadt am Samstag eine bewegte Verbandsliga-Saison zu Ende, die für die Protagonisten eher einer emotionalen Achterbahnfahrt glich.

„In meiner langen Zeit im Fußball, als Spieler und als Funktionär, habe ich so etwas noch nicht erlebt“, sagt Uwe Baur, Vorstandssprecher des FC 07 Albstadt. Hinter dem Klub liegt eine verrückte Spielzeit, die so furios begann, wie die Aufstiegs-Relegation zuvor geendet hatte. Im zweiten Anlauf hatte die junge Truppe um den langjährigen Trainer Öner Topal den Sprung in die Verbandsliga geschafft – und dort ging es zuerst so weiter, wie die alte Runde aufgehört hatte: voller Euphorie. „Die Saison hat super angefangen, wir waren zwischenzeitlich sogar auf Platz vier“, erinnert sich Baur ganz genau. Doch dann kam das Tief, das kein Ende mehr nehmen wollte. Der FC 07 wanderte bis zur Winterpause sukzessive nach hinten, plötzlich war das Abstiegsgespenst da. „Die Vorbereitung auf die Rückrunde verlief gut, wir waren zuversichtlich, das noch zu packen“, erzählt der Funktionär.

Doch auch im neuen Jahr waren die Ergebnisse nicht da. „Wir haben uns schon im März für einen Neubeginn in der kommenden Saison bei den beiden Männerteams entschlossen“, erklärt Baur und ergänzt: „Diese Entscheidung haben wir im Vorstand zusammen mit Topal getroffen, mit dessen Arbeit wir über die vielen Jahre immer sehr zufrieden waren.“ Eine „Feuerwehrmannlösung“ sei für den Verein niemals zur Diskussion gestanden. Der designierte Topal-Nachfolger Markus Pleuler hätte auch das Albstädter Team in der Landesliga trainiert, kam dann aber früher zum Einsatz als geplant. Die Situation im Ligabetrieb hatte sich verschärft, „wir brauchten einen Ruck in der Mannschaft, um auch unseren Nachwuchsspielern eine sportliche Perspektive geben zu können.“

Pleuler übernahm nach Ostern die Verantwortung für die erste Mannschaft, habe unglaublich viel Energie und Zeit aufgewendet, um die sportlichen Qualitäten wieder ans Tageslicht zu zerren. „Es war weniger ein qualitatives denn ein mentales Problem“, betont Baur. Pleulers Einzelgespräche mit den Spielern zeigten Wirkung – und wie. „So gut die Saison begonnen hatte, so gut ist sie nun zu Ende gegangen“, zeigt sich der Vorstandssprecher erleichtert. Aus eigener Kraft schaffte Albstadt den Ligaverbleib, schoss sich beim 9:0 über Münchingen den ganzen Frust von der Seele. Zwei Wochen zuvor hatte sich bereits Albstadt 2 den Klassenerhalt in der Bezirksliga gesichert. „Das war enorm wichtig, schließlich wollen wir für unsere A-Jugendlichen, die ebenfalls die Klasse gehalten haben, gute Einsatzzeiten bei den Aktiven bieten.“ Der bisherige Jugendtrainer Klaus Steidle sei hier nun gefragt.

Sechs Spiele in Folge nicht verloren und 14 Punkte geholt – so sieht Pleulers Erfolgsbilanz nach sieben Partien auf der Trainerbank aus – und auch die Begegnung gegen den Tabellenzweiten verloren die Albstädter nur sehr unglücklich. „Was wir geleistet haben, ist Wahnsinn. Von mir aus könnte die Runde noch weitergehen“, ist der Coach zurecht gut gelaunt. Das Team habe kapiert, was er wolle, sei auch für die kommenden Aufgaben gut aufgestellt. „Die Zusammenarbeit mit den Spielern und der Vereinsspitze ist klasse, wir haben nicht nur gegen Münchingen gezeigt, was wir können.“ Zur nächsten Saison werden Martin Horn vom Landesliga-Absteiger Frommern sowie Raffael Keinath und Samed Akbaba (beide Winterlingen) die Blau-Weißen verstärken.

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