Lächeln vorder Kameraist für sie kein Problem: Die 19-jährige Sandra Späh (links) und ihre 21-jährige SchwesterJacqueline Späh aus Benzingensind zwei von insgesamt zwölf Jungbäuerinnen, die im Oberschwäbischen Bäuerinnenkalender 2013zu sehen sind.Foto: Nils Horst
Lächeln vorder Kameraist für sie kein Problem: Die 19-jährige Sandra Späh (links) und ihre 21-jährige SchwesterJacqueline Späh aus Benzingensind zwei von insgesamt zwölf Jungbäuerinnen, die im Oberschwäbischen Bäuerinnenkalender 2013zu sehen sind.Foto: Nils Horst

Winterlingen, 31.05.2012

Vom Bauernhof zum Casting

Sandra und Jacqueline Späh sind im Oberschwäbischen Bäuerinnenkalender 2013 zu sehen

Vom Bauernhof zum Casting
Lächeln vor der Kamera und dazu noch gut aussehen? Für Sandra und Jacqueline Späh kein Problem. Die Benzinger Geschwister gehören zu den Models für den Oberschwäbischen Bäuerinnenkalender 2013.

Vor der Kamera verhalten sich Sandra und Jacqueline Späh bereits wie Profis. Gekonnt setzen sie sich für ein Bild auf einer Blumenwiese hinter dem elterlichen Hof in Szene. In der Hand haben sie ein kleines Ferkel. „Das hebt den Aspekt der Landwirtschaft hervor und steht für unseren Hof“, sagen sie. Die beiden Hobby-Models sind zwei von insgesamt zwölf jungen Frauen, die den Oberschwäbischen Bäuerinnenkalender 2013 zieren.

Von mehreren Hundert Bewerberinnen hat sich die Jury auch für die beiden Benzinger Jungbäuerinnen entschieden. „Natur und Land von ihrer weiblichsten Seite“, lautet das Credo des Kalenders, in dessen Fotografien sich junge Landwirtinnen selbstbewusst und mit Spaß an der Arbeit für die Landwirtschaft zeigen sollen. Ganz wichtig dabei: Jedes Model muss Bezug zu einer Landwirtschaft haben.

Bei Jacqueline und Sandra Späh kein Problem. Sie sind mit der Landwirtschaft groß geworden. Beide haben sogar den Traktorführerschein und können mit den großen Trekkern fahren. Ihre Eltern betreiben einen Hof mit 150 Hektar Ackerbau und Schweinezucht. „Von klein auf sind die beiden mit der Landwirtschaft groß geworden“, erzählt Mutter Hannelore Späh. „Meine Töchter helfen vor allem in den Stoßzeiten mit, wenn zum Beispiel die Ernte eingefahren wird oder die Tiere geimpft werden müssen.“

Die Idee, sich für den Oberschwäbischen Bäuerinnenkalender zu bewerben, entstand vor zwei Jahren. Zusammen mit ihren Eltern waren die beiden Mädels auf der Oberschwabenschau in Ravensburg. Dort haben sie sich an einem Informationsstand den Kalender angeschaut. Der erste Gedanke von beiden: „Das ist cool. Man könnte ja mal mitmachen und etwas anderes erleben.“ Gesagt, getan. Doch zunächst hat sich von den beiden Geschwistern nur Sandra beworben. Mit Porträtfoto und Ganzkörperaufnahme hatte sie ihre Mappe abgeschickt. „Von mehreren Hundert Kandidatinnen wurde ich mit 30 anderen Mädels zum Casting nach Ravensburg eingeladen“, erzählt Sandra.

An das Casting am 12. Mai kann sie sich noch ganz genau erinnern. „Ich war ganz schön aufgeregt“, erzählt sie. Ungeschminkt und in Jeans und T-Shirt sind alle erschienen. „Wir sollten so natürlich wie möglich aussehen, damit keine einen Vorzug hatte“, erzählt die Jungbäuerin. Dann wurden bei Sandra die Maße genommen, ein paar Fragen gestellt und Fotos vor einer weißen Leinwand gemacht. Sandra kam bei der Jury gut an. Gerade als sie sich verabschieden wollte, fragte ein Mitglied nach, ob sie denn noch eine Schwester habe. Sandra nickte mit dem Kopf und kurze Zeit später rief sie zu Hause bei ihrer Schwester an.

An das Telefonat kann sie sich noch genau erinnern. „Jacqueline, komm schnell. Sie wollen dich auch casten“, erzählte sie ihrer Schwester. Diese war gerade beim Kuchenbacken und hielt den Anruf eher für einen Spaß. Doch nachdem klar wurde, dass Sandra es ernst meinte, hat Jacqueline alles stehen und liegen gelassen und fuhr zusammen mit ihrem Freund nach Ravensburg, wo auch sie sich den Blicken der Jury stellte. Ein paar Tage später klingelte das Telefon. „Sandra und Jacqueline, ihr gehört zu den zwölf Mädels, die im kommenden Jahr den Kalender zieren“, lautete die freudige Botschaft. Die Freude im Hause Späh war groß. „Zwei Models als Töchter zu haben kommt nicht gerade in jeder Familie vor“, sagt Mutter Hannelore.

Welchen Monat sie zieren oder womit Sandra und Jacqueline Späh fotografiert werden, wissen beide noch nicht. Aber auf eins legen die Geschwister besonders Wert: „Die Bilder müssen stilvoll sein.“ Nächste Woche wird Fotograf Uli Holz und sein Team dem Hof in Benzingen einen Besuch abstatten. „Er will sehen, wo wir leben und arbeiten“, sagen die beiden Geschwister. Das Foto-Shooting findet dann vom 17. bis 21. Juni statt. Auf dieses freuen sich die beiden Jungbäuerinnen bereits. „Beim Kalender dabei zu sein, ist ein sehr schönes und aufregendes Erlebnis“, sagen die Benzingerinnen.

Ihre Zukunft sehen sie aber nicht in der Modelbranche. „Wir werden weiter unseren Berufen als Industriemechanikerin und Hauswirtschafterin nachgehen und in der Landwirtschaft helfen.“ Eines jedenfalls weiß Familie Späh bereits jetzt: Das Kalenderblatt von den beiden Töchtern Sandra und Jacqueline wird das Wohnzimmer der Eltern auch über das Jahr 2013 hinaus noch zieren.

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