Den Radlern sei Dank
31.05.2012 von Volker Bitzer
Autofahrer und Radfahrer sind sich nicht immer grün. Verständlich bei all den Rennen und damit einher gehenden Straßensperrungen. Erst recht, wenn es sich um Wettbewerbe wie ein Albstädter Frauenetappenrennen handelt; mit vergleichsweise wenigen Zuschauern, weil es den Normalbürger so gut wie gar nicht interessiert. Oder im Alltag: Wem ist es nicht selbst schon einmal so ergangen, dass er hinterm Steuer über die Pedaleure geflucht hat? Wenn diese beispielsweise höchst selbstbewusst und hartnäckig nebeneinander her strampeln, als ob für sie ein Straßenabschnitt für ihre persönliche Tour de France reserviert worden sei. Selbst wenn sie, wie es sich gehört, sauber am rechten Rand in Linie fahren, so ist für Autofahrer immer erhöhte Vorsicht geboten. Klar, die Radfahrer sind – zumindest vor dem Gesetz – die schwächeren Verkehrsteilnehmer. Neulich allerdings hat mir das Schicksal einen Streich gespielt: Schon wollte ich wieder über zwei Rennradler schimpfen, welche nur schwer zu überholen waren. An einer Stelle (noch) innerorts, aber mit „Beschleunigungs“-Charakter. Die zwei Sportler verhinderten meinen verfrühten Tritt aufs Gaspedal und bewahrten mich damit vor einem Knöllchen. Tatsächlich lauerte nämlich just in diesem Augenblick und an dieser Stelle das gierige Auge des Gesetzes samt Blitzapparat auf zu flotte Autofahrer.
