Meister hält weiter die Null
Die Tabellen-15. HSG Wetzlar streckte sich vergebens gegen den Ex-Meister HSV Hamburg – und muss zwei Spieltage vor Saisonende weiterhin um den Verbleib in der Bundesliga zittern
Die Tabellen-15. HSG Wetzlar streckte sich vergebens gegen den Ex-Meister HSV Hamburg – und muss zwei Spieltage vor Saisonende weiterhin um den Verbleib in der Bundesliga zittern Foto: Eibner.

Balingen, 22.05.2012

Meister hält weiter die Null

Handball-Bundesliga: Kiel baut Erfolgsserie aus – Trio kämpft gegen Abstieg

Neben Meister THW Kiel hat der Nordrivale aus Flensburg am 32. Spieltag der Handball-Bundesliga das Ticket für die Champions League gelöst. Im Tabellenkeller schöpfte der Bergische HC neue Hoffnung.

Da waren es nur noch zwei. Der THW Kiel setzte sich mit 27:24 gegen den TuS N-Lübbecke durch und ist nach dem 32. Erfolg im 32. Ligaspiel nur noch zwei Siege davon entfernt, die Bundesliga-Saison als erstes Team ohne Verlustpunkt zu beenden. Kommendes Wochenende nehmen die Kieler in Köln nun jedoch erst einmal den Champions League-Titel in Angriff, bevor die Zebras am 30. Mai beim designierten Zweitligisten Eintracht Hildesheim antreten – und im Saisonfinale (2. Juni) der VfL Gummersbach an der Kieler Förde aufläuft.

Zunächst hat der Branchenführer das Thema Rekordjagd erst einmal ad acta gelegt – und die?europäische Krone ins Visier genommen. „Jetzt sind wir bereit für Berlin. Das wird ein ganz schweres Spiel. Aber wir lieben solche Duel-le und werden alles dafür tun, ins Champions League-Finale zu kom-men“, sagte Kiels Keeper Thierry Omeyer nach dem Arbeitssieg über solide Ostwestfalen. „Wir sind schon etwas müde nach der langen Saison und vielleicht war auch schon die Champions League in unseren Köpfen“, räumte der französische Ausnahmetorhüter unumwunden ein, „aber wir wollten unbedingt gewinnen und die Null halten, und das haben wir geschafft.“

Neben Kiel hat sich die SG Flensburg-Handewitt für die europäische Königsklasse qualifiziert. Bereits in der vergangenen Woche setzte sich das Team von Trainer Ljubomir Vranjes bei den Rhein-Neckar Löwen mit 34:27 durch. „Wir haben den Prototyp einer Mannschaft – auf und neben dem Spielfeld“, strahlte SG-Geschäftsführer Holger Kaiser, während Löwen-Manager Thorsten Storm haderte: „Was nutzt uns die gute erste Halbzeit nach so einer zweiten?“

Hinter den Nord-Klubs haben die Füchse Berlin mit 26:21-Erfolg in Balingen Rang drei gefestigt. Noch zwei Zähler fehlen den Hauptstädtern, um das Direktticket sicher zu buchen. Nur noch minimale Chancen auf den dritten Platz hat der entthronte Meister aus Hamburg. Mit Siegen im Nach-holspiel gegen Gummersbach (37:30) und bei der HSG Wetzlar (28:26) haben sich die Hanseaten noch einmal in Schlagdistanz gebracht. „Dass wir jetzt Platz vier sicher haben, damit können wir für heute zufrieden sein“, erklärte Hans Lindberg, mit elf Toren einmal mehr bester HSV-Torschütze.

Nicht nur um die Königsklasse tobt in der Bundesliga ein heftiger Kampf, auch Platz sechs, der mit der Hoffnung auf einen Startplatz im neuen EHF-Pokal verbunden ist, steht im Fokus einiger Teams. Der SC Magdeburg hätte diesen im direkten Duell mit Verfolger TBV Lemgo sichern können, verlor aber mit 29:37 und büßte damit den bis dato knappen Vorsprung ein. Die Lipper haben es jetzt sogar in eigener Hand, da man ein Spiel weniger als die Bördeländer absolviert hat.

Brisanz birgt auch der Abstiegskampf in sich. Die Frage, wer Hildesheim in Liga zwei begleiten wird, ist neben Rang vier die letzte wichtige und offene Entscheidung in der auslaufenden Saison. Der HBW Balingen-Weilstetten ist trotz der Niederlage raus aus der Abstiegslotterie. Im Topf für die beiden weiteren Abstiegsränge sind noch die HSG Wetzlar (19:45, ?-43 Tore), der Bergische HC (17:47, -106) und TV Hüttenberg (17:47, ?-114). Wetzlar muss noch in Gummersbach antreten, empfängt am letzten Spieltag Magdeburg in eigener Halle. Die Bergischen treffen auf den HBW – und reisen nach Mannheim. Hüttenberg erwartet die Rhein-Neckar Löwen, muss auswärts in Großwallstadt spielen. Wetzlar besitzt von den drei gefährdeten Klubs zwar das weitaus beste Torverhältnis. Laut Satzung würde dieser mögliche Zusatzpunkt jedoch gestrichen. Es käme zu einem Entscheidungsspiel.

Stimmen zum Spieltag

„Als Handball-Mensch freue ich mich, dass der TVG als Traditionsverein auch in der kommenden Saison in der ersten Liga spielt.“

Gerald Oberbeck (Hildesheim) zur Niederlage in Aschaffenburg.

Klar, 26:28 gegen den HSV ist vom Papier her okay. Die für uns wichtigen Punkte müssen wir uns aber in den nächsten Spielen holen.“

Kai Wandschneider (Wetzlar) nach der Heimpleite gegen den HSV.

„Wir wollten zeigen, dass wir es können und dass wir es trotz allem verdient haben, die Klasse zu halten.“

Fabian Böhm (Bergischer HC) zum Sieg über Hüttenberg

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