Fahr mal weg
18.05.2012 von Gudrun Stoll
Die Alb wieder einmal fürs Fernsehen aufbereitet: „Fahr mal hin“, ermunterte das Dritte am Dienstagabend die Fernsehzuschauer zu später Stunde, jenen Landstrich ein bisschen besser kennenzulernen, in dem wir Albstädter und Balinger zu Hause sind.
Vielleicht mag dem Stuttgarter und Ludwigsburger Zuschauer, auch dem Konstanzer oder Ravensburger Fernsehgucker gefallen haben, was ihm die Macher der Sendung präsentierten. Wir Albstädter und Balinger suchten vergeblich nach einem roten Faden im wilden Durcheinander dieser 30-Minuten-Sendung. Die Redakteure wären gut beraten gewesen, sich auf ein Thema zu konzentrieren. Kunst und Museales aus beiden Kreisstädten zu mischen, wird der Fülle nicht gerecht. Den Niedergang der Textilindustrie mit längst überholtem Archivmaterial zu dokumentieren, vermittelt einen falschen Eindruck vom Erscheinungsbild Albstadts, an dem gefeilt und gearbeitet wird. Die Suche nach dem besten Blick auf die Burg ist vollkommen daneben geraten. Diesen gibt es an einigen markanten Stellen des Albtraufs, der Kamera des SWR blieb er verborgen.
PS: Wer Onstmettingen als Ort bei Albstadt vorstellt, hat seine Hausaufgaben in Ortskunde nicht gemacht. Wer den Chef des Hauses Preußen stumm durchs Bild huschen lässt, stattdessen Rückblicke auf die Silberhochzeit der Großeltern und die Dreharbeiten zu Dornröschen für das Wahrzeichen der Zollernalb sprechen lässt, war nicht wirklich da...
