Schlagkräftig bis ins Mark
16.05.2012 von Volker Bitzer
Die warme Jahreszeit und der Wechsel auf die straffe Auto-Sommerbereifung bringen ihn wieder schonungslos ans Tageslicht: Den miserablen Zustand vieler Albstädter Straßen. Frostlöcher, massenhaft abgesackte Schächte, Bodenrillen, asphaltiertes Flickwerk und sonstige Schrecken der Stoßdämpfer können ja so unbarmherzig sein. In der kalten Jahreszeit mit der weicher ausgelegten Winterbereifung merkt man es gar nicht mal so sehr. Aber jetzt ist sie wieder vorüber, die Schonzeit für die Wirbelsäulen von Fahrer und Beifahrer. Tiefer, härter, schlagkräftiger – gerade so, als wollte sich Albstadt mit seinen Fahrwegen den DSDS-Titel in der Sparte „unkomfortabelste Straßenlandschaft“ sichern. Seit ich täglich auch außerhalb der Stadtgrenzen pendle, fällt mir das erst auf: Nirgends sind die Straßen schlechter als in Albstadt. Abhilfe ist überfällig. Vielleicht sollte sich die größte Kommune des Landkreises, analog zu Frau „Traufgang“-Schrecklein, auch hier nach einem Botschafter umsehen. Wie wär es mit einem „Kavalier der holprigen Pisten“? Ideal geeignet wäre ein Orthopäde, der sich dann gleich um Skelettschäden geplagter Autofahrer kümmern kann.
