Die Bedeutung der Familie
15.05.2012 von Thomas Godawa
Heute wird der internationale Tag der Familie begangen. Erstaunlich, war doch Familie vor noch nicht allzu langer Zeit abgeschrieben, nicht mehr modern, überholt. Aber weit gefehlt, 68 Prozent der Deutschen wünschen sich, dass die Familie künftig noch an Bedeutung gewinnt, denn die Beziehung zwischen Eltern und Kindern ist die engste überhaupt, so geht es aus einer Studie des Institutes für Demoskopie Allensbach hervor.
Junge Erwachsene verbinden mit Eltern Zuwendung, Geborgenheit und emotionale Nähe. 82 Prozent aller Kinder zwischen 15 und 38 fühlen sich eng mit ihrer Mutter verbunden, 70 Prozent mit ihrem Vater. 67 Prozent empfinden große Zuneigung zur Mutter, 59 Prozent sagen das über ihren Vater. 75 Prozent aller jungen Erwachsenen erwarten Geborgenheit von den Eltern, nur 41 Prozent finanzielle Unterstützung, so die Ergebnisse der Parfaim-Studie 2012. Insgesamt gibt es noch 8,1 Millionen Familien mit Kindern unter 18 Jahren und 72 Prozent der Eltern leben als Ehepaar zusammen, sagt die Statistik des Bundesamtes 2011. Und die Verbundenheit drückt sich auch über Ortsnähe aus.
Innerhalb eines Zwei-Stundenradius sind 60 Prozent der Kinder und 52 Prozent der Eltern erreichbar. Zukunftsforscher gehen von einer neuen Lust auf Familie aus. Werden die Rahmenbedingungen unsicherer, wird die Familie wieder zunehmend zum Hort der Sicherheit und da gehören Großeltern und Enkelkinder uneingeschränkt dazu.
