Wie sehen Unternehmer das Image ihrer eigenen Region? Die IHK-Reutlingen, Ulm und Bodensee-Oberschwaben werten 1500 Fragebögen aus – die dunkelblauen Werte stehen für die IHK Reutlingen, die roten für die Mittelzentren der Zollernalb.
Wie sehen Unternehmer das Image ihrer eigenen Region? Die IHK-Reutlingen, Ulm und Bodensee-Oberschwaben werten 1500 Fragebögen aus – die dunkelblauen Werte stehen für die IHK Reutlingen, die roten für die Mittelzentren der Zollernalb.

Zollernalbkreis, 12.05.2012

Am Image fehlt's

IHK: Wie Firmenchefs ihre Region bewerten

Am Image fehlt's
So richtig zufrieden, so richtig stolz sind heimische Firmenbosse auf ihre Heimat nicht. Gerade Zollernälbler beklagen das schlechte Image ihrer Firmensitze. Was dieses ausmacht, zeigt die IHK-Analyse.

Eine Standortanalyse, in der die Industrie- und Handelskammern aus Reutlingen, Ulm und Bodensee-Oberschwaben gemeinsam rund 1500 Unternehmen abfragten – wir berichteten. Durchaus repräsentativ, betonte Reutlingens IHK-Präsident Christian Erbe mit Blick auf die 25-prozentige Rücklaufquote.

Bemerkenswert ist vorneweg die absolut hohe Bedeutung der DSL-Breitband-Verfügbarkeit (Albstadt und Balingen werden hier noch Schwächen attestiert!) und die Versorgungssicherheit mit Strom. Erst an dritter Stelle kommt die Straße – auf Platz 6 der Wunsch nach hoch qualifizierten Arbeitskräften und auf Platz 7 eine „wirtschaftsfreundliche Verwaltung“ (siehe dazu unsere heutige Kolumne „KOM-MENTIERT“, Seite Balingen). Übrigens: Abgeschlagen auf den letzten Plätzen liegt der Wunsch nach Schiene und der Anbindung an den Flughafen.

Gleichwohl zeigt die Studie auch die Punkte auf, in denen unsere Unternehmer zufrieden mit diesen Standorten sind, was also für ihre/unsere Region spricht: Dazu gehöre ganz vorn die Umweltqualität (hier liegt Albstadt im Spitzenfeld!), die Versorgungssicherheit mit Strom, Sport und Freizeit, Kultur (Paradedisziplin Balingens – vor Tübingen!). Dazu gehört eingeschränkt auch das Image des eigenen Standorts. Hier zeigen die Mittelzentren des Zollernalbkreises das geringste Selbstbewusstsein. Auch Tübinger und Reutlinger kommen gerade mal auf ein bescheidenes „Zufrieden“.

Deutlichen Ausdruck findet diese Imageschwäche im beklagten Facharbeitermangel, in Verkehrsführungen einzelner Städte, in hohen kommunalen Abgaben (Balingen und Albstadt wiederum im letzten Drittel!), in der Erreichbarkeit der Schiene.

Von hoher Bedeutung, gleichwohl geringer Zufriedenheit ist für Unternehmer des Reutlinger IHK-Bezirks das „örtliche Angebot zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie“: Hier toppt das kleine Eningen u. A. alle, Balingen schafft gutes Mittelfeld, selbst vor dem ehrgeizigen Tübingen, Hechingen, und erst recht Albstadt haben hier noch gehörigen Aufholbedarf.

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Wirtschaft in der Region, Statistik.

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