Ida Mayer vom TSV Bisingen hat sich in der Halle gleich drei Landestitel geholt.
Ida Mayer vom TSV Bisingen hat sich in der Halle gleich drei Landestitel geholt. Foto: AF.

Bisingen, 12.05.2012

Deutsche Titelkämpfe fest im Blickpunkt

INTERVIEW MIT IDA MAYER

Deutsche Titelkämpfe fest im Blickpunkt

Seit zehn Jahren betreibt Ida Mayer erfolgreich Leichtathletik, in diesem Jahr scheint sie endgültig zum Höhenflug anzusetzen. Bei den baden-württembergischen Hallenmeisterschaften der U 20 holte die Bisingerin gleich drei Mal Gold. Über ihren Werdegang, die aktuelle Saison und ihre Ziele sprach unser Redaktionsmitglied Frank Engelhardt mit der TSV-Athletin.

Können Sie sich noch an Ihren ersten Wettkampf erinnern?

IDA MAYER: Ja, eigentlich war es damals doch eher ein Zufall. Mein Vater ist Trainer beim TSV Bisingen und war natürlich oft auf Wettkämpfen unterwegs, allerdings meist ohne mich. Einmal musste er auf mich aufpassen – und da ich dann eh dabei war, ließ er mich über 50 Meter antreten. Ich war damals acht Jahre alt und habe auf Anhieb meinen Lauf gewonnen, ab da bin ich dann auch ins Kindertraining gegangen.

Welche Disziplinen liegen Ihnen besonders?

MAYER: Am Anfang habe ich natürlich alles gemacht, gerne auch Mehrkampf. Die schweren Wurfgeräte liegen mir aber nicht besonders, so dass ich später lieber bei den Sprintstrecken sowie Weit- und Hochsprung gestartet bin. Leider habe ich mich mehrfach beim Hochsprung verletzt und lasse es mittlerweile lieber.

In dieses Jahr sind Sie so gut wie noch nie gestartet – erzählen Sie!

MAYER: Die Hallensaison ist für mich richtig gut gelaufen. Allein bei den baden-württembergischen Meisterschaften habe ich drei Siege eingefahren – über 60 und 200 Meter sowie im Weitsprung – das war schon unerwartet, so etwas kommt nicht so oft vor. Schließlich habe ich im vergangenen Jahr überhaupt das erste Mal einen Landestitel holen können. Besonders toll ist es dabei, dass ich meine Sprintzeiten im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern konnte und auch im Weitsprung mit 5,89 Metern meine persönliche Bestleistung aus der Freiluftsaison 2011 übertroffen habe.

Worauf führen Sie diese Steigerungen zurück?

MAYER: Ich trainiere regelmäßig, fünf Mal in der Woche und habe mich ganz auf meine Paradedisziplinen konzentriert. Außerdem gehöre ich dem D-Kader an, seit ich 16 Jahre alt bin. Das Stützpunkttraining bringt gerade im Weitsprung einiges. Es ist natürlich nicht einfach, alles unter einen Hut zu bringen, da ich vier Mal in der Woche Mittagsschule habe. Das Abitur steht im kommenden Jahr an, noch klappt alles ganz gut.

Wie sehen Ihre Planungen für die Freiluftsaison aus?

MAYER: Das erste größere Meeting habe ich bereits in Pliezhausen absolviert. Da habe ich mir gar nicht so viele Gedanken im Vorfeld gemacht, sondern bin einfach mal über die krummen Distanzen gegangen – mit tollem Erfolg. Den Saisonhöhepunkt bilden natürlich die deutschen Meisterschaften. Außerdem stehen ja die Titelkämpfe auf Landesebene auf dem Programm. In nächster Zeit geht es jetzt erst einmal darum, die Qualifikation für die verschiedenen Meisterschaften zu erzielen. Bei der U 20-DM möchte ich natürlich über 100 und 200 Meter sowie im Weitsprung am Start sein. Was ich im Frauenbereich machen werde, steht noch nicht definitiv fest. Zu viele Wettkämpfe sollten es auch nicht werden.

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