Die Entwicklung der Spielerinnen lässt die Verantwortlichen der HSG Albstadt trotz einer schwachen Runde positiv in die Zukunft blicken
Die Entwicklung der Spielerinnen lässt die Verantwortlichen der HSG Albstadt trotz einer schwachen Runde positiv in die Zukunft blicken Foto: Fuhrmann.

Albstadt-Ebingen, 11.05.2012

Turbulente Zeiten für die HSG

3. Liga der Frauen: Entscheidung über den Ligaverbleib steht noch aus

Turbulente Zeiten für die HSG
Welch ein Saisonende für die Albstädter Drittliga-Handballerinnen. Die HSG beendete die Saison als Letzter, der Abstieg ist aber noch ungewiss. Zudem verabschiedete sich Trainerin Rajak nach 15 Jahren.

Turbulenter als bei der HSG Albstadt könnte es zum Rundenende wohl kaum zugehen. Da haben die Schwarz-Roten zum Abschluss der Spielzeit eine ihrer schlechtesten Saisonleistung aufs Parkett gezaubert und gegen den Tabellenachten TSV Haunstetten mit 12:26 verloren, doch für noch mehr Aufsehen sorgt die ebenso peinliche Abstiegsregelung. Das Kopfschütteln über eine desolate Vorstellung der HSG in Haunstetten wich nur wenig später der Hoffnung, selbst als Schlusslicht auch in der kommenden Runde drittklassig zu sein. Bis zum nächsten Dienstag müssen sich die Schwarz-Roten nun gedulden, ob sich für die zweite Bundesliga genügend Mannschaften finden lassen. Wenn nicht, gäbe es aus dem Unterhaus keinen Absteiger.

Bei all dem tritt der Abschied von Trainerin Zeljka Rajak leider etwas in den Hintergrund. Zum Abschluss ihrer Tätigkeit blickt die Kroatin auf die vergangenen Monate zurück. „Wir gingen mit einem kleinen Kader in die Saison und wussten, dass es sehr schwer werden wird. Wir hatten viele junge Spielerinnen, das hat sich schnell bemerkbar gemacht“, erinnert sich Rajak. „In einigen Spielen hat man gesehen, dass uns einfach die Erfahrung gefehlt hat.“

Die scheidende Übungsleiterin hat dabei vor allem die Partien gegen Neunkirchen und Möglingen im Kopf, als einerseits erst in letzter Sekunde eine Niederlage zu Buche schlug und andererseits trotz großer Chancen nur ein Unentschieden heraussprang. „Das war schon sehr schade für die Mädels“, ärgert sich Rajak noch immer und zollt ihrem Team für die Arbeit in der abgelaufenen Spielzeit höchsten Respekt. „Die Mädels haben immer alles gegeben und gut trainiert. Mit der Zeit sind sie in der Liga immer besser zurechtgekommen und haben sich über die Monate gesteigert. Gegen viele Mannschaften waren wir gleichwertig. Oft hat nur das Quäntchen Glück gefehlt.“

Ein ähnliches Fazit zieht auch Albstadts Vorsitzender Andreas Laib. „Wenn man nur die Ergebnisse anschaut, kann man mit der Runde nicht zufrieden sein. Aber man hat immer gespürt, dass sich die Mädels reingebissen haben. Leider hat das nicht gereicht.“ Für die anstehenden Aufgaben bleibt Laib aber optimistisch. „Die Entwicklung lässt positiv in die Zukunft blicken. Man hat bei unseren jungen Spielerinnen gesehen, dass Potenzial vorhanden ist.“

Während Rajak sich nun auf ihre abschließende Mannschaftsfahrt nach Köln freut, sind Laibs Gedanken bei der kurz- bis mittelfristigen Planung. „Wir werden einen Neuaufbau mit eigenen Spielerinnen machen müssen. Egal in welcher Liga“, sagt der Vorsitzende. „Auf Sicht von drei Jahren wollen wir ins vordere Mittelfeld der dritten Liga.“ Rajak wünscht der HSG dabei „alles Gute“ und wird bei den Schwarz-Roten wohl so schnell nicht vergessen. „Sie hat den Verein geprägt und sehr viel entwickelt. Das wird noch lange sichtbar und in Erinnerung bleiben“, dankt Laib seiner Trainerin zum Abschied

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