So lasst uns Bäumchen pflanzen

Der 14-jährige Klimabotschafter Felix Finkbeiner spricht am Sonntag in Albstadt

So lasst uns Bäumchen pflanzen

Albstadt-Ebingen, 11.05.2012 von Hannes Mohr

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Felix Finkbeiner ist zum Helden für die Klimaretter dieser Welt geworden. Im Alter von neun Jahren säte er eine Idee, die heute weltweit Früchte trägt. Lasst uns auch auf der Zollernalb 1000 Bäume pflanzen . . .

Der Auftrag klingt simpel: „Pflanzt Bäume“. Der Effekt ist groß. Felix Finkbeiner ist sich dessen bewusst. Es ist sein Ideal, seine Idee von einer gesunden Welt gewesen, die Hunderttausende von Menschen rund um den Globus angesteckt hat.

Angefangen hatte alles mit einem Referat im Jahr 2007 des damals neunjährigen Bayers über die Klimakrise, das er an seiner Schule gehalten hat. Inspiriert von der afrikanischen Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai, die selbst Millionen von Bäumen pflanzen ließ, forderte er dazu auf, mehr Bäume zu setzen. Damit will er den hohen Ausstoß von Kohlenstoffdioxid (CO2) in der modernen Welt kompensieren. Doch den Erwachsenen traut er das nicht zu. Kinder sollen ihm helfen.

Der junge Bayer beeindruckte bei einem Kongress der Kfz-Industrie in Köln gestandene Manager und Firmenchefs. Sie waren hellauf begeistert. Felix wurde über Nacht zum Star. Die Medien verbreiteten seine Idee rasend schnell. Heute fordert der mittlerweile 14-Jährige gemeinsam mit seiner Organisation „Plant for the Planet“ (Pflanzen für den Planeten) in seinem „Drei-Punkte-Plan, CO2 ins Museum zu schicken“. Die Technologie für eine CO2-freie Zukunft gebe es längst. Bis 2050 soll der Ausstoß auf null reduziert werden. Zudem ist er überzeugt, die Armut auf der Welt durch Klimagerechtigkeit zu verringern. Seinen Vorstellungen nach darf jeder Weltbürger nur 1,5 Tonnen CO2 im Jahr produzieren. Will man mehr hinauspusten, muss man dafür zahlen. Das Geld geht an Länder, die weniger CO2 produzieren.

Bis dahin sollen viele neue Bäume die CO2-Überproduktion auffangen. Das Ziel lag anfangs bei 100 Millionen Bäumen, die neu gepflanzt werden sollten. Doch der mittlerweile weltberühmte Junge merkte, dass er mehr erreichen kann. Heute liegt die selbstgesteckte Marke bis zum Jahr 2020 bei einer Billion Bäume.

Wie viele andere Unternehmer war auch die Familie Sauter aus Albstadt von der Idee des Jungen begeistert. Die Autohändler hatten Felix Finkbeiner bei einer Konferenz gehört und ihn spontan nach Albstadt eingeladen. Trotz etlichen Terminen hat er zugesagt. Am Muttertag kommt Felix in die Zollernalbhalle nach Tailfingen. Unter dem Motto „Mütter pflanzen Bäume für die Zukunft ihrer Kinder und der Welt“, will Felix am Sonntag die Bewohner der Zollernalb von seiner Idee überzeugen. Beginn ist um 15 Uhr.

Einige junge Albstädter helfen bereits mit. Kürzlich fand eine Akademie von „Plant for the Planet“ in Albstadt statt (wir berichteten). Darin wurden Kinder aus dem Landkreis als Botschafter für Klimagerechtigkeit geschult. Vor der Ebinger Kapellkirche haben sie bereits erste Bäume gepflanzt.

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Mehr Informationen gibt es unter www.plant-for-the-planet.org.

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