10.05.2012

Leserbrief

Polizei und Ordnungsamt fühlen sich nicht zuständig

Einige öffentliche Fragen ans Amt für öffentliche Ordnung zur Kneipennacht: Entspricht das Verhalten vieler Leute beim Balinger „Saturday-Night-Fever“ Ihren Vorstellungen von öffentlicher Ordnung? Gegröle und Gejohle bis in die frühen Morgenstunden, Musik-Beschallung ganzer Nachbarschaftsbezirke mit dröhnenden Bässen, in vielen „Locations“ keinerlei Lärmschutzmaßnahmen für die Anwohner, Scherben, Erbrochenes und so weiter am nächsten Morgen... Welche Versuche haben Sie bisher ernsthaft unternommen, um einen tatsächlichen Interessenausgleich zu erreichen zwischen städtischem Marketing-Konzept, der Gastronomie und der Innenstadt-Bevölkerung? Waren Sie jemals in einer lauen Freitag- oder Samstagnacht gegen zwei oder drei Uhr zum Beispiel am Viehmarktplatz, in der Bahnhofstraße, beim Edeka-Parkplatz? Wie kommt es, dass Sie die Balinger Polizeiverordnung nicht anwenden, in der eindeutig von „Zimmerlautstärke“ die Rede ist? Wie kann es sein, dass Sie bei Beschwerden auf die Polizei verweisen, die Polizei aber das Ordnungsamt für zuständig hält? Welchen Begriff von „öffentlicher Ordnung“ haben Sie, und wie engagiert setzen Sie ihn inhaltlich um?

Ulrich Frischenschlager,
auch im Namen von BALU,
Filserstraße 17, Balingen

Kommentare unserer Leser