Gyros und Tanzen
09.05.2012 von Nils Horst
„München ist Schickimicki. München ist Promistadt. Am Türsteher des P1 kommt niemand vorbei“. Über keine andere Stadt kursieren so viele Mythen. Trotz allem bietet die bayrische Landeshauptstadt für ihre Besucher aber auch viele Überraschungen. Als ich am vergangenen Wochenende meine Freundin dort besucht habe, sind wir zusammen am Abend nach einer „Sightseeing-Tour“ mit Bekannten in ein griechisches Restaurant gegangen. Eigentlich nichts Spektakuläres, wäre da nicht dieses gewisse Extra, für das Großstädte stehen, gewesen. Ohne Vorkenntnis sind wir in ein für mich unscheinbares griechisches Restaurant gegangen. Beim bloßen Essen blieb es aber nicht. Noch während die Hauptspeise an unseren Tisch kam, wurde das Licht gedämpft und die Musik etwas lauter gedreht. Das Restaurant verwandelte sich in einen Saal mit ausgelassener Stimmung. Die Kellner sangen und tanzten, animierten ihre Gäste zum Mitmachen. Während manche Gäste bereits auf den Tischen tanzten, waren andere noch am Essen oder bekamen ihren Gyros-Teller. Es herrschte ausgelassene Stimmung, es wurden Servietten geworfen, Polonaisen durch das Restaurant gemacht... Das Konzept wird belohnt. Das Restaurant ist voll. Etliche Gäste stehen an und warten, bis etwas frei wird. Wir haben den Abend sichtlich genossen. Schließlich isst man ja nicht jeden Tag sein Gyros inmitten von tanzenden und singenden Kellnern, die einen zum Mitmachen animieren.
