Leserbrief
Manche Lampen müssen leuchten
08.05.2012
Alle Jahre wieder werden mit vollen Händen riesige Summen an Steuergeldern für Verkehrsumstellungen / Verkehrsberuhigungen / Designer-Straßenbeleuchtungen, extravagante Kunstfiguren (die man ja nicht unbedingt mögen muss) buchstäblich aus dem Fenster geworfen. Dieselben Personen versuchen dann uns ihren eisernen Sparwillen mitzuteilen, indem sie steuerzahlenden Bürgern einfach nachts die Straßenbeleuchtung abschalten. Ja, geht’s noch?
Nunmehr gibt es eine Zweiklassenbürgerschaft, einmal, die im Zentrum wohnen, wo es laut Aussage eines früheren Baubürgermeisters keine schwarzen Löcher wegen der Sicherheit geben darf, also alle 20 Meter muss eine Laterne leuchten, und das die ganze Nacht. Dann gibt es die Mitmenschen, die dummerweise in den Siedlungen / Wohngebieten ihr Zuhause haben, da redet niemand von schwarzen Löchern oder gar von Sicherheit. Solche „schwarzdunklen“ Löcher sind natürlich eine wundersame Spielwiese. Dummerweise gibt es sogar noch Mitmenschen in diesen Wohngebieten, die sich tatsächlich noch durch die stockfinstere Nacht zur Arbeit, oder von der Arbeit nach Hause trauen, und das ganz ohne Polizeischutz. Zeitungszusteller, Rettungsdienste usw. brauchen Suchscheinwerfer; aber okay, im Mittelalter hat man sich auch nur mit Kerzenlicht durchgeschlagen.
Nichts gegen eine sinnvolle Energie-Sparmaßnahme, aber es muss in der gesamten Stadt zumindest jede zweite oder dritte Straßenlampe in Betrieb sein, und das gilt auch für das Zentrum in Ebingen, Gymnasium, Busbahnhof, Parkplatz beim ehemaligen Güterbahnhof oder die Schütte. Es muss auch unbedingt die Straße Ebingen-Truchtelfingen die ganze Nacht über zumindest punktuell ausgeleuchtet sein, da immer mehr Menschen dort zu Fuß oder mit dem Rad zu allerlei Zeiten unterwegs sind. Außerdem ist die Fahrbahn nachts bei Regen oder Schnee äußerst schlecht zu erkennen.
Hansi ConzelmannUlmenstraße 1, Truchtelfingen
