Leserbrief
Befreien von Bundeswehr-Abhängigkeit
05.05.2012
Herr Leitermann unterstellt dem Bündnis Freier Heuberg und anderen, die sich gegen einen Sprengplatzneubau im Spitalwald wenden, sie würden Arbeitsplätze in der Region gefährden. Das ist ebenso polemisch, wie die alte Leier, dass Arbeiter, die völlig zurecht für mehr Lohn kämpfen, auch noch selbst schuld seien, wenn es Entlassungen gibt. Bleiben wir doch auf dem Teppich.
Entscheidend für die Standortpolitik der Bundeswehr war und ist ausschließlich der militärische und finanzielle Aspekt. Das sagen sie ja selbst. Die Folgen hat man in Meßstetten und anderen Orten gesehen. Anders herum wird ein Schuh daraus: Gerade deshalb müssen sich Städte und Gemeinden künftig viel mehr Gedanken machen, wie sie sich befreien von der einseitigen Abhängigkeit von der Bundeswehr, einschließlich allen weiteren Nachteilen, Gefährdungen und Belästigungen, die durch den Übungsbetrieb entstehen.
Und wer es wirklich ernst meint mit dem Schutz der Soldaten, der soll sie bitte erst gar nicht in Auslandseinsätze schicken, wo Leben und Gesundheit auf beiden Seiten bedroht sind. Die Mehrheit der bundesdeutschen Bevölkerung ist sowieso dagegen.
Christiane Kasprik(eine der Sprecherinnen des Bündnis Freier Heuberg)
Mühlstraße 22, Tailfingen
