Im Landesliga-Derby heute Abend auf dem Frommerner Kunstrasen möchte die Klein-Elf dem Team von Stefan Ermantraut ein Bein stellen. Im Abstiegskampf angekommen, werden sich diese aber mächtig zur Wehr setzen. Im Hinspiel setzte sich die TSG 2 mit 2:0 durch
Im Landesliga-Derby heute Abend auf dem Frommerner Kunstrasen möchte die Klein-Elf dem Team von Stefan Ermantraut ein Bein stellen. Im Abstiegskampf angekommen, werden sich diese aber mächtig zur Wehr setzen. Im Hinspiel setzte sich die TSG 2 mit 2:0 durch Foto: Fuhrmann.

Balingen, 04.05.2012

Im Derby gilt nur ein Sieg

Fußball-Landesliga: Heute (19 Uhr) spielt Balingens „Zweite“ in Frommern

Im Derby gilt nur ein Sieg
Mehr Brisanz geht nicht. Heute Abend (19 Uhr) treffen sich der TSV Frommern und die U 23 der TSG Balingen zum Lokalderby. Die Trainer Klein und Ermantraut kennen nur eine Marschroute: auf Sieg spielen.

Ein Erfolgserlebnis haben der TSV Frommern und die TSG Balingen 2 beide auch dringend nötig. Am vergangenen Wochenende kassierten die heutigen Duellanten nämlich empfindliche Niederlagen.

Während Balingens Perspektivteam mit seiner 1:2-Pleite beim TSV Allmendingen noch gut bedient war, kam Frommern beim Tabellenzweiten TSV Berg mit 0:7 unter die Räder. „Das war absolut beschämend“, erklärte Coach Norbert Klein nach dem Schlusspfiff und meinte damit noch nicht einmal die derbe Klatsche. Vielmehr ärgerte sich der Übungsleiter über die haarsträubenden Rahmenbedingungen, die dem peinlichen 0:7-Desaster vorausgingen. „So etwas habe ich noch nicht erlebt“, konnte Klein seiner Verwunderung kaum in Worte fassen und fuhr fort: „Wir waren nur zu zwölft in Berg, ohne Ersatzspieler, ohne Betreuer, ohne Fahrer. Von der zweiten Mannschaft wollte niemand mitkommen“, so Klein. „Das war ein Armutszeugnis.“ Doch warum stand die Mannschaft in Berg alleine da? „Der Abteilungsleiter, der Betreuer und ich waren verhindert“, bezog Ralf Schneider, Spielleiter des TSV Frommern, kurz Stellung. „Und sonst war halt auch niemand verfügbar, der nah genug an der Mannschaft ist, um mitzureisen.“ Rückhalt von Vereinsseite schien es – zumindest an diesem Tag – für die Schwarz-Gelben also nicht zu geben, was auch dem Gegner nicht verborgen blieb. „Das ist schon sehr schlimm“, sagte Bergs Trainer Adrian Philipp. „Das wünscht man echt niemandem.“ Beilharz sprach von einer Ansammlung dummer Zufälle, man sei gerade auf dem besten Wege, die Weichen für eine erfolgreiche nächste Saison zu stellen.

Die Probleme der Schwarz-Gelben beschäftigen die Verantwortlichen bei der U 23 der TSG Balingen derweil wenig. Hier hat man genügend eigene Sorgen. Mit erst acht Punkten aus zehn Spielen stellen die Balinger aktuell das zweitschlechteste Rückrundenteam. Nur das abgeschlagene Schlusslicht FC Winterlingen rangiert dahinter. Damit rutschte die Oberliga-Reserve in den letzten Wochen sukzessive in den Abstiegskampf, was Coach Stefan Ermantraut zu mahnenden Worten nötigt. „Wir wissen, dass wir in einer gefährlichen Situation sind. Da müssen wir schnellstmöglich raus.“ Abgänge zur Winterpause und ein lang anhaltendes Verletzungspech mündeten schließlich in einem Personalmangel, der im knallharten Landesliga-Geschäft in den vergangenen Wochen nicht zu kompensieren war. „Wenn wir die Stammelf aus der Hinrunde und die Aufstellung aus den vergangenen Spielen nehmen, wird deutlich, welchen Substanzverlust wir erlitten haben“, gibt Ermantraut zu Protokoll.

Zwei Vereine, zwei Baustellen. Aber nur eine Marschroute: gewinnen. Balingens Ermantraut differenziert aber: „Frommern will gewinnen, wir müssen gewinnen. Ich bin mir sicher, dass sich die Jungs mit einem Sieg aus eigener Kraft aus der aktuellen Krise ziehen. Wir sind stark genug.“ TSV-Kommandogeber Klein will dem Lokalrivalen allerdings mit aller Macht ein Bein stellen. „Trainer und die verbliebene Mannschaft sind zu einer echten Einheit geworden. Wir haben uns fest vorgenommen, uns ordentlich aus der Liga zu verabschieden. Wir wollen gegen Balingen punkten.

Steinchen im schwarz-gelben Getriebe

Der vergangene Spieltag verlief für den Landesligisten des TSV Frommern mehr als holprig. Es gab vor der 0:7-Pleite in Berg eine Aneinanderreihung von unglücklichen Umständen – was dazu führte, dass sich Trainer Norbert Klein im Stich gelassen fühlte und seinem Ärger deshalb nach dem Spiel entsprechend Luft machte. Der Abteilungsleiter der Frommerner Fußballer, Gunnar Beilharz, sprach von einem Tag, an dem eben alles zusammengekommen sei. „Es war eine Ausnahmesituation. Es kommt sonst nie vor, dass sich keiner findet, der die Mannschaft begleitet“, so Beilharz, der stets bereit dazu sei, die erste Mannschaft zum Auswärtsspiel zu begleiten, aber zu diesem Zeitpunkt ein wichtiges Gespräch für die Vereinszukunft geführt habe. „Die Unzufriedenheit des Trainers spiegelt nicht unsere derzeitige Vereinssituation wider, wo es momentan in keiner Weise danach aussieht, dass alles den Bach runtergeht“, erklärt der Abteilungschef, „wir sind mit den Planungen für die kommende Bezirksliga-Saison auf dem richtigen Weg und dabei, alles in die Tat umzusetzen.

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