HSG-Damen gegen den Tabellenzweiten

3. Liga der Frauen: Allensbach klar favorisiert

Albstadt-Ebingen, 27.04.2012 von Michael Schneider

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Im letzten Heimspiel der Saison geht es in Albstadt noch mal hoch her. Die HSG empfängt morgen (17 Uhr) den SV Allensbach. Der Tabellenzweite kämpft um die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation.

Und wenn man es genau nimmt, kämpft Albstadt noch um den Klassenerhalt. Der drittletzte Platz könnte zum Ligaverbleib reichen, vier Punkte inklusive rund 70 Tore fehlen der HSG dorthin. Aufbruchstimmung will sich aber dennoch nicht breit machen. Aus zwei Gründen. Einerseits wirkt die schallende Ohrfeige vom vergangenen Wochenende noch nach, als Albstadt bei Spitzenreiter 1.FSV Mainz 05 sang- und klanglos mit 15:37 unterging. Zweitens hat man an den morgigen Gegner keine besseren Erinnerungen. Beim SV Allensbach wurden die Schwarz-Roten vor gut fünf Monaten mit 19:47 vom Parkett geschossen. Ähnliches könnte der HSG morgen erneut blühen, sollte den Damen von Trainerin Zeljka Rajak nicht eine deutliche Steigerung im Vergleich zur Partie in Mainz gelingen. „Was soll ich da noch sagen“, meinte Rajak nach dem Auftritt im Rheinland vielsagend und gab wie so oft in dieser Saison zu Protokoll: „Der Angriff war ganz schwach.“

Wie man sich gegen Allensbach trotz Abstiegsnot ganz ordentlich präsentieren kann, machte am zurückliegenden Wochenende der TV Grenzach vor. Der Tabellenelfte, vor den letzten beiden Spieltagen noch nicht gerettet, schnupperte lange an der Sensation, unterlag am Ende aber knapp mit 23:25. Dabei machte Grenzach sogar einen 8:16-Pausenrückstand wett und glich in der Schlussphase zum 18:18 aus. Am Ende setzten sich aber die Damen vom Bodensee durch. „Wir spielten den schöneren Handball und standen in der Abwehr sicher“, zollte TVG-Coach Michael Matschenz seiner Truppe trotz der Niederlage ein großes Lob.

Dagegen machte sich im Lager des SVA nach dem Arbeitssieg Ernüchterung breit. „Ich wollte Kampf und Leidenschaft sehen. Daher bin ich zufrieden“, sagte Allensbachs Trainerin Jenny Hertenstein mehr oder minder überzeugend. „Wir müssen das Positive mitnehmen“, fuhr sie fort und meinte ihre zweite Garde. „Mich freut, dass die Spielerinnen in die Bresche gesprungen sind, die sonst nicht so viele Anteile haben.“ Überhaupt musste Allensbach, in dessen Multikulti-Truppe Englisch die Amtssprache ist, seine Ansprüche in den letzten Wochen etwas zurückschrauben. Nach der unerwarteten 22:28-Niederlage beim TV Möglingen Mitte April sagten die Schwarzwälderinnen leise Servus zu ihren Titelambitionen. Seither geht es für den Tabellenzweiten bei drei Punkten Rückstand auf Primus Mainz vornehmlich um die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation. „Der Titel ist wohl weg“, haderte Trainerin Hertenstein. „Aber wir versuchen nach wie vor, über Platz zwei und die Relegation unser Ziel Aufstieg zu verwirklichen.“ Ähnlich äußert sich Allensbachs Manager Manfred Lüttin. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, meint er, schiebt jedoch hinterher, dass „unser Augenmerk jetzt der Verteidigung des zweiten Platzes gilt.“ Spannend hierbei: am letzten Spieltag empfängt Allensbach den aktuellen Tabellendritten SG H2Ku Herrenberg zum „Endspiel“.

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