Zollern-Alb-Ring: 2013 kein Umzug
Präsident beklagt mangelnde Motivation
Messstetten-Unterdigisheim, 26.04.2012 von Volker Schweizer
„Die Zünfte wollen allesamt keine Verantwortung übernehmen“, bedauert Ringpräsident Walter Sieber aus Benzingen. Das sei aber flächendeckend vom Bodensee bis Stuttgart so, wie die Arbeitstagung der südwestdeutschen Narrenvereinigungen und -verbände in Empfingen gezeigt habe. Selbst in der großen Region Hegau-Bodensee gebe es Probleme.
Wieso wird es schwieriger, einen Ausrichter für die närrischen Großspektakel zu finden? Walter Sieber verweist auf die Ergebnisse einer Befragung unter den 130 Zünften vom Hegau-Bodensee, die identisch seien mit den Meinungen der Vereine aus dem Zollern-Alb-Ring, die am Freitag in Unterdigisheim getagt hätten. Zum einen wolle niemand mehr das finanzielle Risiko tragen, zum anderen würden die Auflagen der Behörden, zum Beispiel für den Sicherheitsdienst und die Straßenreinigung, abschrecken. Außerdem mangle es an Arbeitseinsatz und Motivation der Mitglieder.
Eine gemeinsame Veranstaltung für die Zollern-Alb-Narren wird es aber 2013 trotzdem geben. Walter Sieber bezeichnet sie als Notlösung. Im Rahmen ihrer 50-Jahr-Feier, die die Narrenzunft Nusplingen mit dem Treffen des Freundschaftsringes Schwarzwald-Baar-Heuberg verbindet, findet am Samstag, 26. Januar 2013, ein „Zollern-Alb-Ringtag“ mit Kinderumzug und Brauchtumsabend statt.
Für die Folgejahre sieht es im Zollern-Alb-Ring besser aus. Laut Walter Sieber liegt für 2014 eine Anfrage aus Stein vor, für 2015 aus Bisingen und für 2016 aus Straßberg. Dotternhausen richtet 2014 das Kinderringtreffen aus.
