Balingen, 20.04.2012

Beruf und Weiterqualifikation suchen den Einklang

„Standortfaktor Bildung wird immer wichtiger“

Beruf und Weiterqualifikation suchen den Einklang

Bildung und Wissen beeinflussen immer stärker die Lebenschancen von Menschen, Unternehmen und Regionen. Wer als Unternehmer langfristig bestehen möchte, muss umsichtig investieren: in Maschinen, in Software und – in Menschen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für neue Aufgaben fit zu machen, sie dauerhaft zu motivieren, das sind zentrale Elemente für den Erfolg eines Unternehmens.“ So umfasste Georg Link, Leiter der Balinger Agentur für Arbeit, seine Einlassung zum Projekt „Netzwerk Hochschule und Weiterbildung“.

Gleiches gelte für Arbeitnehmer – das Erwerbsleben ist zunehmend dynamischer, so Link. „Einerseits, weil durch Informationstechnologie und globalen Wettbewerb Arbeitsanforderungen und Berufsbilder viel schneller verändert werden als früher Grafik oben links). Andererseits, weil die demografische Entwicklung es unerlässlich macht, auch ältere Menschen für neue Aufgaben zu rüsten.

In jungen Jahren einen Beruf zu lernen und mit dem Gelernten sein ganzes Arbeitsleben zurechtzukommen, ist heutzutage nahezu ausgeschlossen. Weiterbildung ist immer wichtiger. Wer Schritt halten will, muss ständig dazulernen.

„Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen.

Benjamin Franklin

Diese Aussage des amerikanischen Politikers und erfolgreichen Unternehmers gilt im 21. Jahrhundert mehr denn je, vor allem für den deutschen Arbeitsmarkt.

Dies trifft auch auf den Zollernalbkreis zu. Der „Run“ auf die Fachkräfte hat bereits begonnen. Zwar gibt es hier in der Region noch keinen flächendeckenden Fachkräftemangel. Dennoch gibt es in einigen Berufsgruppen bereits Engpässe bei der Stellenbesetzung, beispielsweise im Gesundheits- und Pflegebereich, bei den Ingenieuren, in der Metall- und Elektrobranche sowie bei der Kinderbetreuung. Es wird immer deutlicher: Gefragt sind mehr und mehr gut ausgebildete Arbeitskräfte, die Beschäftigungsmöglichkeiten für Un- und Angelernte nehmen weiter ab. Gerade für ältere Stellenbewerber ist lebenslanges Lernen ein wichtiges Einstellungskriterium.

Die Agentur für Arbeit Balingen hat das längst erkannt und ihr Dienstleistungsangebot auf den gestiegenen Qualifizierungsbedarf ausgerichtet. Unseren arbeitsuchenden und arbeitslosen Kunden bieten wir bei Bedarf passgenaue Möglichkeiten, Wissenslücken zu schließen und neue Kenntnisse und Fertigkeiten zu erlernen. Das erhöht ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt und nützt auch den Unternehmen in unserer Region, denen wir dadurch bei der Suche nach der passenden Fachkraft besser helfen können.

Durch das Schaffen weiterer Angebote im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung gewinnt der Standort Balingen an Attraktivität. Die Sicherung des Fachkräftebedarfs und der Attraktivität der Region als schlagkräftiger und zukunftsfähiger Wirtschaftsstandort gegenüber anderen Regionen kann nur durch gemeinsame Anstrengungen aller Akteure am Arbeitsmarkt geschehen. Bildung ist ein entscheidender Standortfaktor. Daher ist das neu gegründete Netzwerk ein wichtiger Schritt, die Potenziale der Region zu nutzen und diese zukunftssicher zumachen. Je mehr Menschen mit guter Ausbildung in einer Region leben, desto attraktiver wird sie auch für Unternehmen.“

Auch für den Balinger Oberbürgermeister Helmut Reitemann und seinen Wirtschaftsförderer Jürgen Martin ist unumstößlich: Eine Stadt ist gut beraten alles zu tun, um für die ansässigen Unternehmen flankierende Voraussetzungen zu schaffen, „damit hervorragend ausgebildete und leistungsbereite Frauen und Männer als Garanten für Innovation und wirtschaftlichen Erfolg“ bleiben. Das Netzwerk „Hochschule &

Weiterbildung“ habe sich vor allen gegründet, damit am Standort Balingen Studien- und Weiterbildungsangebote bereitstellt werden. Im besonderen Focus stehe, dass junge Menschen nach Abitur oder Fachhochschulreife weitere Qualifizierungsmöglichkeiten erhalten, wenn sie bereits in einen Beruf eingebunden sind. Diese Chancen können vielfach nur wahrgenommen werden, wenn sich Beruf, Familie und Weiterbildung miteinander vereinbaren lassen. Dies setze voraus, dass die Weiterbildungsangebote nah am Arbeitsplatz oder am Wohnort angeboten werden, so Reitemann in einer Stellungnahme.

Infos zum Netzwerk git es im Internet unter www.balingen.de unter Wirtschaftsförderung / Hochschulstandort Balingen.

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Wirtschaft in der Region, Arbeitsmarkt, Karriere.

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