Im Hinspiel beim VfR Mannheim hatte die TSG Balingen (im Bild Kevin Keller) keine Torchance zu Zählbarem ummünzen können. Die Kurpfälzer siegten damals mit 2:0. Die Maier-Elf hat es morgen nun in der Hand, den Spitzenreiter gründlich zu ärgern

Balingen, 13.04.2012

Gipfeltreffen im Au-Stadion

Fußball-Oberliga: TSG morgen im Topduell mit Mannheim um 15.30 Uhr

Gipfeltreffen im Au-Stadion
TSG Balingen gegen VfR Mannheim – wer hätte vor der Runde gedacht, dass dies ein Spitzenspiel in der Fußball-Oberliga sein würde? Der Tabellendritte erwartet morgen (15.30 Uhr) den Tabellenführer.

Eine Sache hat Fußball-Oberligist TSG Balingen mittlerweile gelernt: Mehrfach stellte die Elf von Trainer Karsten Maier in den vergangenen Wochen und Monaten ihre Fähigkeit unter Beweis, gerade jene Spiele, die auf Messers Schneide standen, für sich zu entscheiden. „Das ist sicher so“, sagt Maier zu diesem Sachverhalt, „doch das ist auch kein Zufall.“ Erst vor Wochenfrist, beim 3:2-Erfolg gegen den FC Astoria Walldorf, behielt die TSG in einer hochklassigen Oberligapartie die Nase vorn. All das, weil sie die glücklichere Mannschaft war? „Nein, weil wir zielstrebiger waren“, hat der TSG-Coach sofort eine Antwort parat. „Wir haben uns gegenüber dem 1:0-Sieg in Villingen deutlich gesteigert. Und diese Leistungssteigerung war auch notwendig“, betont der Balinger Trainer.

Seit sechs Spielen (fünf Siege, ein Remis) ist die Maier-Elf nun ungeschlagen. Platz drei und die Tabellenspitze in Reichweite sind dafür der Lohn. Am morgigen Samstag kann Balingen den nächsten Schritt in Richtung Platz an der Sonne machen. Um 15.30 Uhr erwartet die TSG den Spitzenreiter VfR Mannheim, der momentan sechs Zähler, aber auch ein Spiel mehr auf dem Konto hat als die Eyachstädter. Ein erneuter Heimsieg – und die Kurpfälzer wären in Reichweite. Tabellenführung, Meisterschaft, Regionalliga? Maier will davon absolut nichts wissen. „Wir halten es wie immer – und schauen nur auf das nächste Spiel“, sagt er. „Und da wartet ein starker Gegner auf uns, da haben wir aber auch erneut die Chance, drei Punkte zu holen. Das ist interessant genug.“

Zumal: Mit dem VfR gastiert ein ehemaliger deutscher Meister im Au-Stadion. 1949, also lange vor Einführung der Bundesliga, bezwangen die Kurpfälzer im Stuttgarter Neckarstadion vor 90 000 Zuschauern Borussia Dortmund im Endspiel mit 3:2. Der Aufsteiger aus der Metropolregion Rhein-Neckar hat nach einer famosen Spielzeit den direkten Durchmarsch von der Verbands- in die Regionalliga vor Augen. Eine der schillerndsten Spielerpersönlichkeiten ist Bashiru Gambo, der von Jahn Regensburg kam und schon für Borussia Dortmund in der Bundesliga gespielt hat. Als Toptorjäger glänzt Giuseppe Burgio, ein Neuzugang vom FC 08 Homburg. In der Vorbereitung auf die Rückrunde bezwangen die „Rasenspieler“ unter anderem fünf Regionalligisten.

„Die Mannheimer verfügen über zahlreiche Topleute“, sagt Balingens Trainer. Die Stärke des Aufsteiger bekam die TSG beim 0:2 im Hinspiel zu spüren. „Das war ein gebrauchter Tag“, erinnert Maier. Seine Truppe sei damals nicht im Stande dazu gewesen, auch nur eine nennenswerte Offensivaktion zu kreieren. „Wir haben uns von der damals noch überzeugenden aggressiven Spielweise der Mannheimer den Schneid abkaufen lassen“, so der TSG-Coach, der aber betont: „Das interessiert jetzt nicht mehr. Wir blicken nicht zurück.“

Schließlich habe seine Elf gerade in der Rückrunde einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht. „Wir haben uns im Umschaltspiel gesteigert und stehen auch in der Grundordnung besser“, so Maier. Fakt sei allerdings auch: „Wir brauchen jeden Mann auf nahezu 100 Prozent, um mit Mannheim auf Augenhöhe zu kommen.“ Doch sollte dies gelingen, dann sei man im Stande, jeden Gegner in dieser Liga zu bezwingen, glaubt Maier. Er weiß: „Gerade die engen Spiele gewinnen wir.

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