März glänzt mit Bilderbuch-Wetter
Regen ist Mangelware – Viele Sonnenscheinstunden und hohe Durchschnittstemperatur
Balingen, 12.04.2012
Wenn es noch etwas mehr an frischem Grün hätte sein sollen, so lag es an der fehlenden Bodenfeuchte, denn Regen war im März Mangelware. Im Durchschnitt (1981 bis 2010) war es bei uns im März plus 4,3 Grad warm/kalt. An Niederschlag in Form von Regen oder Schnee fielen im Schnitt 57,8 Liter pro Quadratmeter. Die Sonne schien durchschnittlich 136,6 Stunden (1991 bis 2010). Der diesjährige März brachte es hingegen auf eine Mitteltemperatur von plus 7,2 Grad Celsius, nur 11,9 Liter Niederschlag und beachtliche 239,4 Sonnenscheinstunden. Damit wurde der März mindestens zum sonnenscheinreichsten seit 1990 und mindestens zum trockensten seit 1979. Nach dem extrem kalten Februar startete der März mit frühlingshaften Temperaturen. Tag und Nacht blieb die Temperatur im Plusbereich und tagsüber pendelte sie um die 15-Grad-Marke. Ein kurzes, doch schwaches, winterliches Zwischenspiel folgte zwischen dem 5. und 10. März. Es gab Wind, etwas Niederschlag – auch mit Schnee vermischt – und die Temperatur sank am 9. März auf den Monatstiefstwert von minus 4,1 Grad Celsius.
Zur Monatsmitte gab es wieder Frühlingswetter. Am 16. wurde der Monatshöchstwert von 23,0 Grad erreicht – zum ersten Mal über 20 Grad in diesem Jahr. Am 19. März kam dann ein Absturz auf nur noch 8,5 Grad, doch endlich auch nennenswerten Niederschlag. Trotz der erfreulichen Menge von 6,7 Litern pro Quadratmeter zu wenig. Zum astronomischen Frühlingsanfang schien die Sonne an der Messstation 10,3 Stunden. Es wurde 13,6 Grad warm. Danach bestimmte das Luftdruckhoch „Harry“ unser Wetter. Nachts blieb es kalt und es gab fast jeden Tag Bodenfrost, doch tagsüber stiegen in eitlem Sonnenschein die Temperaturen auf Werte zwischen 15 und 20 Grad an.
Jetzt war der Frühling angekommen – es grünte und blühte und die Cabriodächer der Autos öffneten sich.
Für die Statistik: Im März wurden neun Tage mit Frost registriert. Eistage, an denen das Thermometer ganztägig unter null Grad anzeigt, gab es keine. Regentage mit einem oder mehr als einem Liter pro Quadratmeter wurden nur zwei gezählt. Abgesehen von ein paar Flocken hat es auf Stationshöhe im März nicht mehr geschneit. Nebel gab es an drei Tagen und der Wind frischte ebenfalls an drei Tagen mindestens bis auf Windstärke sechs (39 Stundenkilometer und mehr) auf. Die Sonne schien an der Beobachtungsstation den Rekordwert von 239,4 Stunden (Vorjahr: 200,3 Stunden, Durchschnitt 1991 bis 2010: 136,6 Stunden). Karl-Heinz Jetter
Info
Alle angeführten Werte wurden in Heselwangen, 573 Meter über dem Meer, registriert.
