10.04.2012

Leserbrief

„Transfergesellschaft hat keine Arbeitsplätze zu vergeben“

„Obwohl ich noch nie Anhänger oder Wähler der FDP war, bedaure ich ihr Schicksal, in das sie sich selbst hinein manövriert hat. Ebenso wie Schlecker, dem noch die Gewerkschaftler geholfen haben, das die Filialen unrentabel wurden. Wie oft haben sie die Firma Schlecker an den Pranger gestellt, nur weil es ihnen nicht gelungen ist, beide Beine in das Unternehmen zu bekommen um noch mehr Gewerkschaftsbeiträge zu kassieren. Es geht den Gewerkschaften immer nur um den eigenen Profit. Schlecker zahle zu wenig Lohn, verhindert die Gründung von Betriebsräten usw. waren ihre Vorwürfe um Stimmung gegen das Unternehmen zu machen. Dies hat viele Kunden veranlasst, eben dort nicht mehr einzukaufen, um Schlecker zu bestrafen. Bestraft wurden nunmehr die Mitarbeiter, die teilweise über zig Jahre hinweg einen sicheren Arbeitsplatz bei ihnen ausreichender Entlohnung hatten. Nur den Gewerkschaften war es nicht recht, dass sie zu oft Außenstehende bleiben mussten und von den zufriedenen Mitarbeitern keine Beiträge für die eigene Tasche kassieren konnten. Dafür aber jede Gelegenheit wahrnahmen, auf unfähige Unternehmer zu schelten. Vergessen die eigene unternehmerische Unfähigkeit in Sachen COOP und Neue Heimat, nach deren Pleiten ebenfalls Tausende von Gewerkschaftsmitarbeiter und -mitglieder auf der Straße standen.

Eine Transfergesellschaft hat keine Arbeitsplätze zu vergeben. Ein Aufruf, nunmehr verstärkt dort zu kaufen, hätte mehr Erfolg für die Mitarbeiter. Und von wegen nur Bürgschaft! Wenn nach dem Vergleich evtl. der Konkurs doch noch eröffnet werden muss und/oder die Verkäufe von Unternehmensteilen nicht die benötigten Gelder erbringen, wird die Bürgschaft fällig und der Steuerzahler wird erneut zu Kasse gebeten. Nichts ist kostenlos.

Aber über Steuergelder zu verfügen ist sehr einfach, ohne selbst einen Beitrag zu leisten, der vorher kassiert wurde.

Immerhin ist es Schwarz/Gelb gelungen, die Arbeitslosenzahlen zu senken. Wenn es allein auch nicht deren Verdienst ist, bestehen doch bessere Möglichkeiten auf einen Arbeitsplatz, als dies unter ROT/GRÜN je der Fall war. Und dafür haben wir die Arbeitsagenturen. Die wird schon bezahlt. Nicht noch weitere Gelder für sonstige, unfähig und neu zu gründende Gesellschaften vergeuden, die nichts bringen. Qualifiziert als Verkäuferin sind die über Jahrzehnte bei Schlecker tätigen Mitarbeiter bereits. Zumal hinter den Auffanggesellschaften die Gewerkschaft steht. Auch aus Schröders Holzmannpleite, die nichts brachte als in den Sand gesetzte Steuergelder und eine unfähige Regierung an die Macht, haben unbelehrbare rote Gewerkschafter nichts gelernt, weil sie nichts hinzulernen wollen. Sie kennen nur Ideologie.

Helmut Dittberner
Auf Kochenwinkel 28
Schömberg

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