Albstadt holt Punkt

3. Handball-Liga der Frauen: Kämpferische Schwarz-Rote

Albstadt holt Punkt

Albstadt-Ebingen, 12.03.2012

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Mit einem tollen Auftritt trotzten die HSG-Damen dem TV Möglingen ein Remis ab. Wie schon im Hinspiel zeigte der Handball-Drittligist eine seiner besten Saisonleistungen und kam zu einem 27:27 (12:15).

Das Duell mit Möglingen versprach schon vor dem Anpfiff eine Menge Brisanz. Einerseits will sich Albstadt achtbar aus der dritten Liga verabschieden, doch bei nur noch sechs ausstehenden Spielen dürfte der Rückstand zum rettenden Ufer für das Schlusslicht schon jetzt zu groß sein. Andererseits gab TVM-Pressesprecherin Steffi Wrana jüngst bekannt, dass sich Möglingen spätestens in Albstadt aus dem Abstiegskampf verabschieden möchte: „Hier müssen die noch fehlenden Punkte für den Klassenerhalt geholt werden.“

Entsprechend engagiert gingen beide Teams vom Anpfiff weg ins Spiel. Über 2:2, 4:4 und 6:6 schaukelten sich Albstadt und Möglingen bis auf 8:8 hoch (20. Minute). Es folgte eine kurzzeitige Orientierungslosigkeit der schwarz-roten Offensivabteilung. Mit einem 4:0-Lauf zogen die Gäste auf 12:8 davon. HSG-Trainerin Zeljka Rajak analysierte: „Wir haben uns für eine kurze Phase zu viele Fehler geleistet.“ In den Schlussminuten der ersten Spielhälfte fanden die Albstädter Angreiferinnen wieder zu mehr Ordnung zurück, konnten den 12:15-Pausenrückstand jedoch nicht verhindern. Dass die HSG für ein paar Minuten ohne Torerfolg blieb, war ein Manko, das Rajak ins Auge stach. Auf der Mängelliste wurde aber auch die Deckung vermerkt: „15 Gegentore in einer Hälfte sind einfach zu viel. Das wird dann immer richtig schwer. Deswegen haben wir in der Halbzeit vorgegeben, in der Abwehr enger zusammenzurücken.“

Dies gelang den Schwarz-Roten zunächst allerdings nicht. Möglingen hielt bis zur 37. Minute die Fäden fest in der Hand, erhöhte auf 18:13 und 19:15. Dann schlug die Zeit der Schwarz-Roten. Mit einem spektakulären 5:0-Lauf erwarf sich die HSG in der 44. Minute einen 20:19-Vorsprung, die zweite Führung seit dem 3:2 zu Beginn der Partie. „Es war super, wie sich die Mädels ins Spiel gebissen und alles versucht haben, das Ergebnis zu drehen“, lobte Rajak. Danach blieb es spannend. Auf das 23:23 folgte ein 23:25-Rückstand, den Albstadt zum 25:25 egalisierte. Beim 27:27 zehn Sekunden vor der Schlusssirene hatte die HSG gar Ballbesitz, brachte das Runde aber nicht mehr ins Eckige. Für Rajak kein Problem. „Ich denke, wenn man sich den Spielverlauf anschaut, ist das Unentschieden gerecht“, resümierte die Trainerin, „in der ersten Halbzeit war Möglingen vorne, in der zweiten wir.“

Rajak konnte sich mit der Leistung ihrer Truppe gut anfreunden. Vor allem die 27 Treffer, was der HSG in dieser Saison nicht allzu oft gelang, sorgten bei der Kroatin für Begeisterung; „Wir haben im Angriff von allen Positionen getroffen. Das ist gut – und so muss es auch sein. Außerdem haben wir spielerisch überzeugt.“ Damit haben die Schwarz-Roten einmal mehr die Marschroute ihrer Trainerin befolgt. „Wir wollen uns von Spiel zu Spiel weiterentwickeln“, verkündet Rajak unentwegt. Kein Wunder also, dass sie nach der Begegnung mit Möglingen zufrieden meinte: „Das war wieder ein Schritt nach vorne. Eine wirklich tolle Leistung. Ich freue mich für die Mädels, dass sie belohnt wurden.“ SMI

HSG Albstadt: Falter, Spoto; Fuhrmann (5), Schick (5), Biro (5), Primorac (4/2), Zettl (4), Bodmer (3), Susanne Kirschbaum (1), Nadj, Fien, Sabine Kirschbaum, Heppeler, Kurz.

Spielfilm: 4:4, 8:8, 8:12, 12:15 – 13:18, 20:19, 23:25, 27:27.

Nächstes Spiel: TV Grenzach – HSG Albstadt (17. März, 19.30 Uhr, Ziel-mattenhalle).

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