Leandro Eckstein und seinen Teamkameraden vom Turn-Oberligisten TG Schömberg steht am kommenden Sonntag ein schwerer Heimwettkampf bevor.
Leandro Eckstein und seinen Teamkameraden vom Turn-Oberligisten TG Schömberg steht am kommenden Sonntag ein schwerer Heimwettkampf bevor. Foto: MO/ arc.

Schömberg, 07.03.2012

Schwerer Gegner vor eigenem Publikum

Turnen: Harte Zeiten für Oberligist Schömberg

Schwerer Gegner vor eigenem Publikum
Mit der Höchststrafe von 0:88 Punkten ist die Turnriege der TG Schömberg in die Oberliga-Saison gestartet. Beim Nachwuchs des deutschen Meisters KTV Straubenhardt gab es nichts zu holen.

„Das Ergebnis spiegelt die harte Realität wider“, nimmt Abteilungsleiter Heiko Baier kein Blatt vor den Mund. Dass sein Rumpfteam in der schwäbischen Turnhochburg nichts ausrichten können würde, war schon vor dem Wettkampf klar. Denn neben Marcus Seeburger und Jan Dreher, die noch bis Sommer in Neuseeland sind, fehlten beruflich bedingt auch noch Michael Ast und Stephan Rapp. Die Straubenhardter hatten hingegen alle ihre Jugendnationalturner an Bord.

Mit seinen eigenen Leuten war Baier ganz zufrieden. Diese hätten trotz der KTV-Übermacht Moral gezeigt und ihre Übungen konzentriert zu Ende geturnt. Am Boden kam Michael Eckstein zu seiner Oberliga-Premiere und auch Manuel Thomas musste erstmals seit Jahren in einem Ligawettkampf wieder auf die Bodenmatte. Beide machten ihre Sache gut, ebenso Heiko Neher und Florian Rehfuß, der seine Übung auf 15,10 Punkte aufgestockt hatte und so sauber turnte, dass ihm das Kampfgericht nur einen Zähler abzog. Aber sein Konkurrent Nils Buchter wies einen Höchstschwierigkeitsgrad von 16,9 Punkten auf und konnte sich höhere Abzüge erlauben.

Am Pauschenpferd brillierten für die Schömberger Leandro Eckstein und Manuel Thomas, während Rehfuß mehrfach abgeworfen wurde. Eine realistische Chance auf Punkte war nicht vorhanden. Erst an den Ringen kamen die Gäste in die Nähe eines Unentschiedens. Leandro Eckstein und Thomas verloren ihre Duelle nur knapp, überließen den Gegnern je nur einen Score-Point. Zufrieden durften die Schömberger auch mit ihrer Leistung am Sprungtisch sein. Leandro Eckstein, Neher und Rehfuß brachten ihre Tsukaharas in den Stand und blieben nur Bruchteile unter den Wertungen der Straubenhardter. Michael Eckstein war hingegen chancenlos gegen Buchter, der mit einem astreinen Kasamatsu aufwartete.

Auch am Barren und Reck präsentierten sich die Schützlinge von Trainer Karl Schmidberger recht ordentlich, lediglich die Übung von Rehfuß am Königsgerät ging daneben. Die Straubenhardter hatten durch die Bank viel schwierigere Übungen und gewannen beide Gerätewertungen mit 17:0 Score-Points.

Mit ihren 317,15 Punkten stellte die KTV-Riege einen neuen Saisonrekord auf, die TG-Turner erzielten 275,80 Zähler. Mit diesem Ergebnis liegen die Schömberger im Bereich des MTV Ludwigs-burg 2, den sie schon vorher als möglichen Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt ausgemacht hatten. „Für uns kommt es darauf an, im entscheidenden Moment unsere Bestleistung abrufen zu können“, sagt Baier. Selbst wenn es optimal laufe, werde am kommenden Sonntag um 14 Uhr beim ersten Heimwettkampf in der Schömberger Halle gegen die außer Konkurrenz startende VTS Vorarlberg nichts drin sein. „Die Österreicher sind nicht viel schwächer als Straubendhardt“, vermutet er, „deshalb ist das für uns ein weiterer Vorbereitungswettkampf.“ Für seine Jungs, zu denen Michael Ast stoßen wird, komme es in erster Linie darauf an, die eigenen Übungen zu stabilisieren.

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