07.03.2012

Leserbrief

Albstadt würde endlich leichter zu einer Einheit zusammen wachsen

Die Talgangbahn sorgt sogar bei uns im Unterricht für Diskussionen, nicht zuletzt seit wir den Vortrag von Hans-Martin Haller zum Thema Regio-Stadtbahn besucht hatten. Nun stellt sich für uns jedoch die Frage, ob die Reaktivierung der Talgangbahn sinnvoll ist. Dieses Zukunftsprojekt hat zwar einige negative Seiten, denn es dauert sehr lange bis das Projekt verwirklicht werden könnte und es ist bezüglich der Investitionen und der Betriebskosten sehr teuer.

Es würde sich aber dennoch rentieren, wie ein Gutachten ergeben hat. Die standardisierte Bewertung sieht einen hohen Nutzen-Kosten-Faktor von 2,42 für die neue Talgangbahn vor. Das heißt ein investierter Euro würde sich in volkswirtschaftlicher Relation mit 2,42 Euro „verzinsen“ (laut Reinhard Fritsch und Thomas Müller, AK Regiostadtbahn Albstadt ).

Doch vor allem für uns Schüler ist dieses Projekt von Nutzen. Schüler vom Progymnasium Tailfingen müssen nach der 10. Klasse auf eine andere Schule wechseln. Diese Schule ist in vielen Fällen das Gymnasium Ebingen und so müssen viele auf den Bus zurückgreifen. Auf dem Schienenweg könnten sie sicherer, pünktlicher und bei jedem Wetter zuverlässig zur Schule kommen. Die Bahn würde außerdem den überfüllten Straßenverkehr entlasten und eine geringere Unfallquote in Albstadt wäre der Fall. Die Busse (Line 44) könnten zusätzlich noch eingespart werden. Die positive Öko-Bilanz weist das Bahnprojekt im Talgang als absolut zukunftstauglich aus.

Viele in unserem Alter möchten später von Albstadt wegziehen. Aber durch die Talgangbahn wird Albstadt aufgewertet und attraktiver. So könnten zum Beispiel der Immobilienpreisverfall gestoppt und vielleicht ins Gegenteil verkehrt werden und viele Menschen würden in Albstadt bleiben oder sogar in den bisher vernachlässigten Talgang ziehen. Auch würde der Tourismus, ein sehr wichtiges Thema im Moment in Albstadt, gefördert werden. Die Bahn wäre außerdem benutzer- und vor allem behindertenfreundlicher, da es mehr Platz gebe und ein leichteres Ein- und Aussteigen möglich wäre.

Dadurch, dass auch Onstmettinger oder Tailfinger besser verkehrstechnisch an Ebingen angebunden wären, würde Albstadt zu einer richtigen Einheit – im doppelten Sinne – zusammenwachsen und es würde endlich „ein“ Albstadt geben.

Für Klasse 9b des Progymnasiums Tailfingen: Michael Filatov, Gabriel Kralijc, Jonas Schmid, Sophia Bitzer, Leonie Feil, Annalena Wehrmann , Miriam Schmid, u.a.

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