Noch etwas Salz gefällig?

„Durchschnittswinter“: In diesem Jahr sind 600 Tonnen Streumittel übrig

Noch etwas Salz gefällig?

Albstadt-Ebingen, 27.02.2012 von Holger Much

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Beim Blick nach draußen meint man, den Frühling zu ahnen – und auch Karlheinz Buckenmaier vom Betriebsamt wagt ein erstes Resümee: „Es war ein erträglicher Durchschnittswinter – das Salz hat gereicht“.

Zwar steht erst am 20. März „Frühlingsanfang“ im Kalender, doch das milde Wetter berechtigt zumindest zu einer vorsichtigen Zwischenbilanz. Karlheinz Buckenmaier, Leiter des Betriebsamtes Albstadt, hat zusammen mit seinen Kollegen schon schlimmere Winter erlebt: „Es war ein erträglicher Durschnittswinter“, sagt er.

Vor allem hätten in diesem Winter die großen Schneemassen gefehlt, die in manchen Jahren zuvor für Probleme gesorgt hatten. Nur wenige Male habe es auf einen Satz gleich 20 Zentimeter hingehauen. Dennoch gab es mehrfach die Situation, dass die gesamte Mannschaft in Gang gesetzt werden musste – und das sind immerhin rund 70 Mitarbeiter. Zählt man die Mitarbeiter dazu, die auf den Friedhöfen die Wege frei schippen müssen, kommt man auf 160 fleißige Hände, die die weiße „Pracht“ beiseite räumen und, wo angebracht, auch streuen.

Mit dem Streugut kam das Betriebsamt in diesem Winter ebenfalls bestens über die Runden: „Wir haben vorgesorgt“, erzählt Karlheinz Buckenmaier und zeigt auf den immer noch wohl gefüllten Salzspeicher im Ebinger Bauhof. Dort lagern noch etwa 300 Tonnen Streusalz, ebenso auf dem Bauhof in Tailfingen. Etwa 1 800 Tonnen an Salz wurden in diesem Winter bisher verbraucht.

Die Tatsache, dass man in diesem Jahr nicht ständig mit überfrierender Nässe zu kämpfen hatte, führte auch zum sparsameren Salzverbrauch, so dass nun noch genügend Reserven vorhanden sind. Denn so mild es jetzt auch ist: „Bis April könnte es immer noch einmal heftig schneien“, warnt Buckenmaier.


Streusalzverbrauch schwankt enorm – Vermischt mit Lake

Der Streusalzverbrauch schwankt über die Jahre enorm, wie unsere Grafik zeigt.

Seit 2000 war der Verbrauch im Winter 2004/2005 mit 4 510 Tonnen am höchsten.

Der zweithöchste Salzverbrauch war im Winter 2008/2009 mit 3 820 Tonnen. Der aktuelle Winter ist mit seinen 1 800 Tonnen der Winter mit dem viertniedrigsten Verbrauch.

Flüssig klebt besser: Das Streusalz wird mit Sole, also Salzlösung, vermischt. Dadurch haftet es besser auf der Straße.

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