Als „fesche Dirndln“ präsentierte sich das Männerballett der Unterdigisheimer Deichelmäus beim bunten Abend.
Als „fesche Dirndln“ präsentierte sich das Männerballett der Unterdigisheimer Deichelmäus beim bunten Abend. Foto: wl.

Messstetten-Unterdigisheim, 21.02.2012

Tagesschau enthüllt gar manchen Patzer

Die Deichelmäus warten mit einem attraktiven und unterhaltsamen Programm auf

Tagesschau enthüllt gar manchen Patzer
Endspurt bei den Deichelmäus: Der Unterdigisheimer Narrenverein lud am Samstag zu einem bunten Abend ein, der mit attraktiven Darbietungen für heiter-beschwingte Fröhlichkeit sorgte.

Regie führte Vorsitzende Ramona Pönisch. Der jüngste Narrensamen eröffnete mit dem „Kleinen Maustanz” das kunterbunte Geschehen. Ein gerne auf die Schippe genommenes Thema ist das Eheleben in zunehmendem Alter: Yvonne Scheer und Carmen Steidle würzten ihr Gespräch am Frühstückstisch mit vielen, teils deftigen Pointen. Zu den traditionellen Darbietungen gehört der „Große Maustanz”, bei dem die erwachsenen Deichelmäuse und die Brunnenmacher mit ihren waghalsigen Pyramiden immer wieder faszinieren.

Durch die närrische Brille hielten die „Tagesschausprecher“ Josef Leute und Walter Steidle Rückschau auf das Ortsgeschehen. Da kam doch so manch kurioser Vorfall zu Tage. So beispielsweise, dass die Feuerwehrleute in einem Schweinetransporter zu einer Fasnetsveranstaltung gefahren wurden, oder dass die Narren bei der Entmachtung von Ortsvorsteher Erhard Karle keine Schere dabei hatten, um ihm die Krawatte abzuschneiden. Die Mitglieder vom Motorsportclub spielten Karten und bemerkten erst sehr spät, dass einige Karten fehlten und andere doppelt im Spiel waren. Zehn Frauen begaben sich beim nächsten Programmpunkt in fünf Klohäuschen und trieben in der zweideutigen Kulisse allerlei Schabernack. Auf eine Dschungelsafari lud die Tanzgruppe des Narrenvereins Deichelmäus ein. Das Publikum erklatschte sich eine Zugabe.

Oje, oje, was hatte sich da das „Achterteam” einfallen lassen, indem es das Alltagsleben eines Altenheims parodierte. Mit Trommelwirbel „hetzte” die Pflegerin die betagten Senioren, die kaum gehen konnten und eine Bettschüssel trugen, auf die Bühne. Auf Kommando mussten sie ihre Notdurft verrichten. Die Hände wurden gewaschen, die Zähne mit einer Bürste geputzt, das Wasser wurde von Mund zu Mund weitergegeben, die Gesichter mit einem Lappen gewaschen. Dann gab es den „gute Nacht“ Kuss und alle schliefen brav ein. Für diese mutige Darbietung bekamen die Damen großen Beifall.

In einem Wikingerschiff kam das Männerballett des NV Deichelmäus durch den Saal auf die Bühne und alle meinten, es gäbe nun etwas Seemännisches zu sehen. Doch die „Wikinger” entpuppten sich als „fesche Dirndln” und tanzten zu dem bajuwarischen Hit „I sing a Liad fir di” zusammen mit einem in Lederhosen gekleideten Burschen einen gelungenen Tanz. Das Publikum jubelte und nach einer Zugabe kamen alle Akteure zum großen Finale auf die Bühne, um nochmals den Applaus zu genießen. Zur Musik von Alleinunterhalter „Roger” wurde noch bis weit in die Nacht hinein getanzt, geschunkelt und gesungen.

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