Albstadt-Ebingen, 20.02.2012

Fische trotzen in aller Ruhe der Kälte

Zugefrorene Schmiecha schadet den Wasserbewohnern nicht – Nur Stress bringt sie aus der Fassung

Fische trotzen in aller Ruhe der Kälte
Die Kälteperiode schadet den Menschen ebenso wie den Tieren – sollte man meinen. Den Fischen aber macht die derzeitige Eiszeit nichts aus. Lediglich zu viel Stress könnte den Wasserbewohnern das Leben kosten.

Während die Menschen über die aktuelle Kälteperiode schimpfen, bereitet den Fischen die derzeitige Wetterlage recht wenig Probleme. Selbst bei zugefrorener Schmiecha überleben sie den Winter unbeschadet. „Fische sind wechselwarme Tiere, sie passen sich also den Temperaturen an“, sagt Harald Mühle, Vorsitzender des Fischereivereins Forelle.

Darüber hinaus müssen die Tiere, da das Nahrungsangebot bei zugefrorener Oberfläche ziemlich knapp ist, auch ihren Stoffwechsel reduzieren. Sie suchen sich ruhige Plätze, um sich zu verkriechen und so nur geringfügig Energie zu verbrauchen. „Die Ruhe ist sehr wichtig. Wenn die Fische Stress ausgesetzt werden, könnte das böse enden“, sagt Mühle ernst.

Wenn die Tiere beispielsweise durch Kinder, die auf dem Eis spielen, aufgescheucht werden, verbrauchen sie zu viel Energie. Aufgrund der Nahrungsknappheit könnten sie daraufhin kollabieren. Bisher müssen sich Bachforelle und Mühlkoppe, die beiden Fischarten, welche die Schmiecha beheimatet, aber keine Sorgen machen. Die Eisdecke ist zu dünn, als dass man darauf herumlaufen kann. Auch in sonstiger Hinsicht haben die Fische bisher einen ruhigen Winter: Da die Mühlkoppe, auch Groppe genannt, als gefährdete Tierart gilt, steht sie unter Naturschutz. Auch der Fang der Bachforelle ist in den Wintermonaten verboten, da sie aufgrund ihrer Laichzeit von Ende Oktober bis Ende Februar eine Schonzeit hat

Mühlkoppe und Bachforelle: Bewohner der Schmiecha

Die Mühlkoppe, auch Groppe genannt, kann etwa 12 bis 16 Zentimeter lang werden. Das Vorkommen dieser Fischart ist ein Indikator für eine hervorragende Wasserqualität.

Die Bachforelle kann zwischen 20 und 80 Zentimeter lang werden. Sie gilt als hervorragender Speisefisch.

Die Schmiecha beheimatet nur diese beiden Fischarten, da der Fischerverein Forelle unter Leitung von Harald Mühle von Besatzungsmaßnahmen anderer Fischarten absieht.

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