Der Jugendraum hat immer mittwochs von 17 bis 21 Uhr und freitags von 19 bis 23 Uhr offen.

Messstetten, 18.02.2012

Neuer Jugendrat erntet viel Lob

„Gute Dinge dürfen nicht schlecht geredet werden“ – Viele Angebote: „Kreativ Kids“ und Projektband

Neuer Jugendrat erntet viel Lob
Immer wieder war der Jugendraum ein Sorgenkind der Stadt. Mittlerweile ist aber Ruhe eingekehrt. Seit Mitte Januar gibt es sogar einen Jugendrat. Und der erntete im Gemeinderat viel Lob.

„Die Jugendlichen bringen sich voll ein und sind motiviert“, freute sich Stefanie Dannecker vom Jugendbüro in der gestrigen Sitzung. Nächste Aktion sei ein Verkaufsstand bei der Sportnacht. Der Erlös solle in den Jugendraum fließen.

Wenn das Engagement so anhält, stellte Stefanie Dannecker in Aussicht, den Jugendlichen noch mehr Verantwortung zu übertragen. Vorstellen könnte sie sich eine probeweise Öffnung des Jugendraumes am Samstagabend. Allerdings müssten die aufgestellten Regeln eingehalten und halbstündliche Kontrollen akzeptiert werden.

Die Gruppe, die die Unterschriftenaktion für ein Jugendhaus initiiert hat, ist im Jugendraum bislang nicht anzutreffen. Diese Jugendlichen zu integrieren, sah Diplom-Sozialpädagogin Nadja Grebeldinger als schwierig an. Zum einen hätten sie andere Interessen, zum anderen sei der Jugendraum zu klein.

Im vergangenen Jahr haben 560 Jugendliche den Jugendraum mittwochs aufgesucht, 634 freitags. Bedauert wurde von Nadja Grebeldinger, dass die Einbindung von über 18-Jährigen als ehrenamtliche Mitarbeiter nicht erfolgreich war. Die Interessen der jungen Erwachsenen hätten sich nach einiger Zeit mit den Vorstellungen der Jugendraumbesucher nicht gedeckt.

Bürgermeister Lothar Mennig war es wichtig, dass der Jahresbericht des Jugendbüros nicht dafür genutzt wird, nur über die Brennpunkte, vor allem in der Stadtmitte, und über den Jugendraum zu sprechen. Gute Dinge dürften nicht schlecht geredet werden. Und trotzdem berichtete er von den acht Farbschmierereien, die der Stadt im Zeitraum von April 2010 bis September 2011 gemeldet worden waren. Man fahre die brenzligen Stellen immer wieder an, und oft würden die Jugendlichen auch „kurzfristige Einsicht“ zeigen, so Nadja Grebeldinger.

In ihrem Rückblick stellten die Verantwortlichen des Jugendbüros neben dem Jugendraum drei besondere Projekte heraus, die „Kreativ Kids“ im Bueloch, das Angebot „Sport und Spaß“ und die Projektband. „Die Arbeit ist wichtig, weil viele Eltern ihrer Verantwortung nicht nachkommen“, betonte CDU-Fraktionsvorsitzender Alfred Fauser.

Über das Sozialtraining im Rahmen der Schulsozialarbeit in der Burg- und Wilhelm-Busch-Schule informierte Ina Kästle-Müller. Um Schulschwierigkeiten vorzubeugen und familiäre Hilfsangebote frühzeitig zu starten, will sie in diesem Jahr damit beginnen, mit den Kindergärten zu kooperieren.


Neue Gesichter in der Stadtverwaltung und im Jugendbüro

Mit Thomas Berg hat Meßstetten wieder einen stellvertretenden Hauptamtsleiter. Gestern Abend stellte sich der 23-jährige Diplom-Verwaltungswirt, der aus Mittelbiberach stammt, im Gemeinderat vor. Er tritt seine neue Stelle Anfang März an.

Stefanie Dannecker arbeitet seit Anfang Oktober 2011 für Astrid Eppler, die zur Zeit in Mutterschutz ist, im Jugendbüro mit. Die Geislingerin hat ihr Studium im Diasporahaus Bietenhausen absolviert. In der Vergangenheit war sie in der Heimerziehung tätig.

Mehr zum Schlagwort

Politik.

Kommentare unserer Leser

Mit dem ZAK Smile-Abo...

...haben Sie gut lachen.
Die ersten 3 Monate für nur 14,- €/Monat. mehr...

Singlebörse