Hilfe auf interkultureller Basis: Der Verein versteht sich als mögliche erste Anlaufstelle neu Zugezogener und als Begleiter auf ihrem Weg in die Integration in der neuen Heimat
Hilfe auf interkultureller Basis: Der Verein versteht sich als mögliche erste Anlaufstelle neu Zugezogener und als Begleiter auf ihrem Weg in die Integration in der neuen Heimat Foto: pf.

Messstetten, 14.02.2012

Quicklebendige Anlaufstelle für die ganze Familie

„IkuFam-Zentrum“ erleichtert Zugezogenen den Kontakt und die Behördengänge in der neuen Heimat

Quicklebendige Anlaufstelle für die ganze Familie
Quicklebendig zeigt sich ein junger Verein in Meßstetten. Seine besondere Stellung in der Meßstetter Vereinslandschaft zeigt sich allerdings in der bunten Zusammensetzung vieler Nationalitäten und vieler Kulturen.

Daher auch sein Name: Interkulturelles Familienzentrum Meßstetten e.V., oder kurz „IkuFam-Zentrum Meßstetten“.

In vielfältiger Weise helfen Mitglieder des Vereins sich gegenseitig bei der Bewältigung unterschiedlichster Aufgaben des alltäglichen Lebens. Für Menschen, die noch mit dem Erlernen der deutschen Sprache ihre liebe Mühe haben, ist beispielsweise selbst das Ausfüllen eines schlichten Formulars eine Herausforderung. Die Menschen sind dankbar, wenn sie Hilfe von jemandem erhalten können, der solche Situationen schon gemeistert hat. Ähnlich ist es bei der Kinderbetreuung. Wer Verwandte oder gute Freunde am Ort hat, findet leichter jemanden, dem er die Kleinen kurz anvertrauen kann. Familien, die gerade in den Ort gezogen sind, haben aber häufig Mühe, entsprechende Kontakte zu knüpfen. Findet man dann doch Menschen aus der alten Heimat, dann bleibt man häufig unter sich.

Diese Situation erkannte Elfriede Adler-Merbach schon vor zwei Jahrzehnten und wollte sie nicht einfach hinnehmen. Sie engagierte sich, beispielsweise in der Hausaufgabenbetreuung. Darüber hinaus wollte sie aber mehr erreichen und hat deshalb an der Gründung des Vereins maßgeblich mitgewirkt. Eine der integrativen Aktivitäten des „IkuFam-Zentrums“ ist der Kreativtreff. Hier lacht man miteinander, spricht, tauscht sich aus, Freundschaften entstehen und werden gepflegt, auch über Sprachbarrieren hinweg. Unter der sachkundigen Anleitung der Diplom-Kunstmalerin Valentina Konschu werden in unterschiedlichen Techniken kleinere dekorative Gegenstände hergestellt. So entwickelten die Teilnehmer beim jüngsten Treffen dreidimensionale Gebilde aus selbst mit Nadeln verfilztem Material. An diesem Freitagabend, man trifft sich 14-tägig, waren sieben Frauen im Vereinsraum im Bueloch. Es ist eigentlich das Wohnzimmer einer gewöhnlichen Wohnung, was aber den Treffpunkt sympathisch macht.

Zur heimeligen Atmosphäre trägt auch die Dekoration bei, um die sich „Oma“ Gertrud Ebenhoch liebevoll kümmert. Sie ist es auch, die Ausflüge und weitere Aktivitäten organisiert und damit eine echte Stütze für Elfriede Adler-Merbach ist. In derselben Wohnung werden fünf Schulkinder täglich mit einer abwechslungs- und vitaminreichen warmen Mahlzeit versorgt. Diese Kinder werden dabei in ihrem Sozialverhalten geschult und gegebenenfalls an eine gepflegte Tischkultur herangeführt. Auch einige Tageskinder werden betreut.

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