Kaya Yanar präsentierte seine Show in der Zollern-Alb-Halle mit hohem Tempo und gekonnter Mimik.
Kaya Yanar präsentierte seine Show in der Zollern-Alb-Halle mit hohem Tempo und gekonnter Mimik. Foto: Sabine Merz.

Albstadt-Tailfingen, 06.02.2012

Reise um den Globus

Kaya Yanar ist immer noch auf der Suche nach Frau Yanar

Reise um den Globus
Deutsch-türkische Comedy steht beim Albstädter Publikum hoch im Kurs. Nur so lässt sich erklären, dass auch die zweistündige Show von Kaya Yanar in der Zollern-Alb-Halle restlos ausverkauft war.

Schon beim Auftritt von Bülent Ceylan Anfang Dezember gab es keine freien Plätze mehr. Auch am Samstag kam das bunt gemischte Publikum auf seine Kosten.

Schon das Bühnenbild von Yanars neuem Programm „All inclusive“ lässt den Zuschauer erahnen, dass ein kontinentaler Trip rund um den Globus bevorsteht. Auf dem riesigen Transparent im Hintergrund leuchtet die Skyline von New York, davor wie zufällig drapiert einige altmodische Schrankkoffer mit einem „Hotel“-Neonschild sowie ein Aufblas-Taxi in Originalgröße. Die großen Video-Leinwände rechts und links der Bühne zeigen bis in die letzten Reihen jede Kaya-eigene Mimikfalte, jede Schnute und jedes Augenrollen.

Im Gegensatz zu seinem langhaarigen Kollegen wechselt das sympathische Energiebündel kein einziges Mal sein Outfit oder die Requisiten. Allein durch seine sprachliche Imitationskunst weiß das Publikum zu jeder Zeit, ob Kaya, Ranjid oder Hakan auf der Bühne stehen.

Zentrales Thema der schon mittlerweile vierten Bühnenshow ist die Suche nach der zukünftigen Frau Yanar. Das „Beuteschema“ zur Yanar’schen Gen-Mischung ist klar: groß, blond und blauäugig sollte sie sein. Noch wichtiger ist eine erotische Stimme – und genau da fangen die Probleme an: ob Schwedisch, Finnisch, Holländisch oder Kroatisch, überall entdeckt er Begriffe, die bei richtiger Betonung statt der gewünschten Erotik nur Lachsalven des Publikums auslösen. Weitere nationale Eigenheiten der Schweizer, Deutschen, Türken und Amerikaner lassen ihn ebenfalls an der Partnersuche zweifeln. Bei der genaueren Betrachtung der Inder erreicht die Stimmung in der Halle ihren Höhepunkt. Ob Sprachmelodie, Karaoke, schlechtes Englisch oder Bollywood-Filme, jedes indische Klischee wird zur Freude des Publikums ironisch analysiert.

Kaya Yanar bezeichnet sich selbst als Hofnarr, der „einen an der Waffel hat“ und beweist einmal mehr seinen besonderen Blick auf die vielfältigen Skurrilitäten des Alltags. Seine außergewöhnliche Sprachbegabung, Mimik und Gestik setzt er gekonnt und charmant ein und stellt mit der Zugabe per Publikumsvorschlag einmal mehr sein Improvisationstalent unter Beweis.

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Kommentare unserer Leser


Die beiden zu vergelichen ist quatsch

Kaya und Bülent zu vergleichen ist totaler blödsinn. Beide haben ihre guten und schlechten Seiten und Späßle.
Nur weil manch einer sich angep.... fühlte wegen der Witze über die lila Vorhänge muss man ja nicht nur negativ urteilen.
Und Kaya mag ja beim Auftritt am Samstag keine Klamotten oder Requisiten gewechselt haben aber in anderen Shows schlüpft er nunmal auch in andere Rollen und somit in andere Klamotten.
von Stephanie Steidle am 06.02.2012 16:52:43

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