04.02.2012

Leserbrief

E-Mobil passt nicht in Weltbild der „Wachstumsfetischisten“

Die Studie besagt unter anderem, dass sich mit effizienteren Benzinmotoren viel mehr Treibhausgasemissionen, nämlich 25 Prozent, einsparen ließen. Seltsam, „Ökospinner“ wussten das schon vor 30 Jahren, und dass ein Elektroauto mit Strom aus ökologischer Sicht natürlich blanker Unfug ist, wäre auch keine wirklich neue Erkenntnis. Der Gedanke, dass man in absehbarer Zeit mit einem Elektroauto mit fünf Personen samt Wohnwagen in den Urlaub fahren wird, ist genauso naiv, wie etwa die Vorstellung eines batteriebetriebenen Fernlasters. Hingegen als zwei- oder dreisitziger Stadtflitzer mit 50 Kilometer Radius und 300 kg Eigengewicht wäre das Elektrofahrzeug eine echte Alternative. Bestückt mit einer Batterie, austauschbar wie der Akku einer Bohrmaschine, und mit Solarstrom direkt vom Garagendach aufgeladen, würde ein solches Gefährt ökologisch wie ökonomisch durchaus Sinn machen. Leider passt jedoch ein gewinn- und steuerneutrales Produkt nicht in das Weltbild der „Wachstumsfetischisten“ und daher wird das wirklich vernünftige E-Mobil wohl noch eine Weile auf sich warten lassen.

Paul Leukhardt
Epplergarten 22/1, Frommern

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