Leserbrief
Wie arbeiten, wenn es stockfinster ist?
03.02.2012
Dass die Stadtwerke nach Einsparmöglichkeiten suchen , das ist löblich. Aber warum an der falschen Stelle? Es gibt Leute, die sind auf die Beleuchtung angewiesen. Auch zu den Zeiten, zu denen jetzt abgeschaltet wird. Dazu gehöre ich, genauso wie die anderen Fremdfirmen und die städtischen Mitarbeiter.
Für die Stadt Albstadt mache ich Winterdienst. Handräumung, sämtliche Treppen, Bushaltestellen, Fußgängerüberwege und anderes in Onstmettingen. Meine Mitarbeiter und ich fangen da teilweise um vier Uhr am frühen Morgen an, um den Mitbürgern sichere Verkehrswege zu bieten, wenn diese aus dem Haus gehen.
Haben Sie schon einmal probiert einer Arbeit nachzukommen wenn es stockfinster ist? Gestern haben wir es versucht. Unmöglich, denn viel zu gefährlich, wenn man nicht mal eine Treppenstufe sieht in völliger Dunkelheit.
Und wir im Winterdienst sind da nicht die einzigen Betroffenen. Ich treffe auch die Zeitungszusteller um diese Zeit. Die sind auch nicht erfreut.
Fazit: diesen Blödsinn sollte man schnellstens wieder rückgängig machen. Zumal nicht erkennbar ist wie da vorgegangen wird. Denn der Bezirk „Unter Allenberg“, ein reines Wohngebiet, bleibt seltsamerweise voll beleuchtet. Aber eine wichtige Straße wie die Wilhelmstraße ist dunkel.
Ich habe aber einen Vorschlag für die Albstadtwerke, wie sie Einsparungen erzielen können und das Licht trotzdem eingeschaltet bleibt. Nämlich im Personalbereich. Einfach die Stellen streichen, an denen realitätsfremde Schreibtischakrobaten solche Entscheidungen treffen. Und auch auf die verzichten, die das dann genehmigen.
Harald LohrHölderlinstr. 87, Onstmettingen
