Leserbrief

Eine Herausforderung für Trauf- und Draufgänger.

03.02.2012

Die kreativen Einfälle des Alt-Stadtrates Alfred Eppler sind bekannt. Auch daran zeigt sich eben der wahre Kommunalpolitiker. Interessante Pointe: Es ist, trotz der sicheren Ablehnung, nicht einmal unmöglich. Von der weiteren Nutzung ganz zu schweigen.

Die Schwäbische Alb ist reich an interessanten Aussichtspunkten, und einer der schönsten ist der Blick vom Weichenwang über die Hochfläche.

Sehr viel höher geht es nicht mehr auf der Alb. Jedenfalls nicht per Auto oder Fahrrad. Und eigentlich müsste man dem Alfred Eppler allein für die Idee einen Batzen zahlen. Es ist die Aussicht, die Spaziergänger, Wanderer, Fahrrad- und Skifahrer zum Meßstetter Hausberg lockt - die auf die Alpen, die man ohne Übertreibung berauschend nennen darf.

Apropos Aussicht: Für den Fall, dass das Militär die Radar-Anlage verlegen sollte, bietet das leerstehende Gebäude einzigartige Möglichkeiten: Die sich drehende Glaskuppel, die ein Restaurant beinhaltet, und die untere Etage, die eine rustikale Vesperstube aufweist. Dazu in luftiger Höhe einen begehbaren Kuppel-Außenumlauf mit gläsernem Boden. Eine Herausforderung für Trauf- und Draufgänger.

Und auch „das Dreibein eines trigonometrischen Punktes“ wird mit viel Können restauriert und eingebaut. (Anmerkung: Dem Gemeinderat Rust liegt zur Zeit seitens des Europa-Parks der Wunsch nach einem hölzernen Aussichtsturm – Höhe 20 Meter – vor. Der Aussichtsturm wird einmal einem nach oben verjüngenden Dreibein ähneln.)

Jaja, denkt mancher lächelnd: Blödsinn hoch drei. Am besten macht sich jeder selber ein Bild, welche Vision künftig eine Option für Meßstetten sein könnte.

Halten wir es mit Georges Braque: „Bescheiden wir uns, das Nachdenken anzuregen, versuchen wir nicht zu überzeugen.“

Übrigens lieber Alfred: „Der gute alte Schultheißentitel wurde 1930 durch den farblosen Bürgermeister ersetzt.“ (Quelle: Thaddäus Troll).

Lothar Gerstenecker
Friedrich-Hölderlin-Weg 4
Meßstetten